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110 Besucher bei Versammlung Verwaltung will 200-Meter-Windrad in Grüppenbühren nicht

Von Katja Butschbach | 11.03.2015, 19:21 Uhr

Deutliche Kritik an einer Erweiterung des Windparks Grüppenbühren ist bei der Jahreshauptversammlung des Orts- und Heimatvereins Elmeloh-Almsloh geäußert worden.

Das Verfahren für eine neue 200 Meter hohe Windenergieanlage im Windpark Grüppenbühren sollte abgebrochen werden: Diese Empfehlung will die Verwaltung dem Gemeindeentwicklungsausschuss geben, der am 13. Mai öffentlich tagt. Für diese Ankündigung erntete Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Orts- und Heimatvereins Elmeloh-Almsloh Applaus.

Ausschuss wird Thema diskutieren

Der Ausschuss wird dann seinerseits darüber diskutierten, ob weiter geplant werden soll oder nicht. Bürger erklärten bei der Versammlung, die mit 110 Besuchern in diesem Jahr auch aufgrund der Windpark-Diskussion außerordentlich gut besucht war, ihre massiven Bedenken gegen eine Erweiterung des Windparks. Aus dem Publikum hieß es, die Gemeinde habe die Pflicht, die Gesundheit der Bürger zu schützen. Auch Wertminderung der Häuser wurde kritisiert. ( Weiterlesen: Leben im Schatten der Windräder )

Vereinsvorsitzender Reinhard Siemer merkte bei der Versammlung in Lüschens Bauerndiele an, dass die Bezirksvorsteher über Planungen wie die für eine Windpark-Erweiterung informiert werden und Informationen in ihren Schaukästen ausgehängt werden könnten.

Beschluss, die Höhenbegrenzung aufzuheben, könnte gekippt werden

Gerken-Klaas erläuterte, dass die Einwendungen aus der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Rathaus aufgenommen worden seien. Man prüfe zudem, ob der Beschluss von 2011, die Höhenbegrenzung von 100 Metern für Windenergieanlagen in Ganderkesee aufzuheben, zurückgenommen werden könne. Auch sei noch nicht klar, ob der Windpark Grüppenbühren im kritischen Radius um den Bremer Flughafen herum angesiedelt sei. Hier warte man auf Rückmeldung.

Vereine setzen ihre Arbeit gegen Windpark-Erweiterung fort

Auch nach der Ankündigung der Bürgermeisterin dazu, wie sich die Verwaltung zum Verfahren für das 200 Meter hohe Windrad positionieren will, wollen die Vereine Elmeloh-Almsloh und Schierbrok-Stenum ihre Arbeit gegen eine Windpark-Erweiterung fortführen. „Wenn die Verwaltung einen Vorschlag macht heißt dass nicht, dass die Ratsleute das so annehmen“, so Siemer. „Wir informieren uns laufend weiter.“