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1,31 Promille intus Betrunken und ohne Versicherung gefahren

Von Ole Rosenbohm | 22.11.2018, 22:37 Uhr

Das Kennzeichen falsch, der Fahrer auch noch betrunken: Für eine Fahrt mit einem Motorroller stand ein Wildeshauser jetzt vor Gericht.

Zu drei Monaten Gefängnis verurteilte das Amtsgericht Wildeshausen den 58-Jährigen aus Wildeshausen. Der Mann wurde im vergangenen Frühjahr von einer Polizeistreife angehalten, als er mit einem Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2016, damals ein grünes Kennzeichen, auf öffentlichen Straßen unterwegs war.

Alkoholgeruch festgestellt

Einmal ins Gespräch gekommen, stieg den Beamten auch noch Alkoholgeruch in die Nase, eine Blutuntersuchung ergab einen Wert von 1,31 Promille.

Der Mann war schon im Juli vom Amtsgericht Wildeshausen verurteilt worden, hatte dann aber Berufung gegen die Strafe eingelegt. Also kamen Richter und Schöffen des Landgerichts Oldenburg am Donnerstag zusammen, um erneut über den Fall zu urteilen. Nur der Angeklagte selbst erschien nicht. Die Berufung wurde verworfen, die Strafe wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz bleibt bestehen.

Anders als Autos müssen Mofas, Roller, Mopeds oder schnelle E-Bikes nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Für den Betrieb sind lediglich Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen erforderlich. Die Farbe der jeweils bis Ende Februar gültigen Kennzeichen wechselt jährlich zwischen schwarz, blau und grün. Seit dem 1. März sind sie blau, davor waren sie schwarz, ab dem 1. März 2019 sind sie wieder grün.