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14. Fantasie und Märchentage Großes Piratenschiff legt in Huder Schule an

Von Vincent Buß | 04.11.2018, 15:28 Uhr

In eine Märchenwelt verwandelte sich am Wochenende vom 3. bis zum 4. November die Peter-Ustinov-Schule in Wie es zum diesjährigen Motto der Fantasie- und Märchentage kam und wie man für Kinder gestaltet, erklärt Mitorganisator Stephan Kürten.

Wie die Showbühne in einem Freizeitpark wirkt die Aula der Peter-Ustinov-Schule während der Huder Fantasie- und Märchentage. Ein großes Schiff ragt den Besuchern entgegen, die dicht gedrängt auf den Stufen wie auf Rängen sitzen. Der unterste Bereich ist mit blauer Folie ausgelegt, die hohe See. Plötzlich betreten als Piraten verkleidete Kinder das Schiff und auch das Maskottchen, Lesekobold Hudefix, kommt mit an Board. Gespannt lauscht das Publikum – vor allem Eltern mit kleinen Kindern – der Geschichte um Hudefix und das Piratenschiff, die sich Peter Schlöndorff ausgedacht hat.

Wunsch seit acht Jahren

Dass die 14. Ausgabe der Märchentage von Piraten geprägt ist, kommt nicht von ungefähr. „Seit acht Jahren, war es mein Wunsch, ein Piratenschiff zu bauen“, erzählt Stephan Kürten. Er ist Vorsitzender des Vereins „Huder Fantasie- und Märchentage“. „Eigentlich schreibt Peter Schlöndorff die Geschichten und wir bauen die Kulissen darum herum“, sagt Kürten. „Doch in diesem Jahr war es anders herum.“

Insgesamt rund 70 Stunden verbrachten die Vereinsmitglieder mit dem Bau der Märchenwelt. Unterstützt werden sie von der Kreativ-AG der Peter-Ustinov-Schule. „Es ist wie ein Wunder, dass die Kinder das in ihrer Freizeit machen“, freut sich Kürten. Dass Kinder mithelfen, hat noch einen Nutzen: Sie wissen laut dem Vereinsvorsitzenden, worauf es bei der Gestaltung ankommt. „Beispielsweise darf das Steuerrad am Schiff nicht zu hoch sein“, weiß er nun.

Viele weitere Spiele und Aktionen

Auch die Spiele rund um das Schiff stehen unter der Federführung der Kinder. Sie gestalten sie nicht nur, sondern betreuen sie auch vor Ort. Das Dosenwerfen, Angeln und viele weitere Aktivitäten sind Teil einer Schatzsuche. Außerdem kann viel gebastelt werden und die Puppenbühne Oldenburg führt ein Stück auf.

Zu den Märchentagen ist Kürten über seine Frau und seine Tochter gekommen. Schlöndorff, der die Märchentage gründete, wollte diese Kürten zufolge nur für eine begrenzte Zeit organisieren. „Da haben wir gedacht: Das muss doch weitergehen“, erinnert er sich. Also gründeten sie den Verein. „Und aus Besuchern wurden Aktive.“ Fast 50 Mitglieder gehören mittlerweile zum Team.

Wie es weitergehen wird

Kürtens Motivation hat auch persönliche Gründe. „Als Vater scheint mir, dass es schwer ist, kreative Angebote für Kinder zu finden.“ Und die Freude der Kleinen entlohne alles. Dass es die Märchentage schon lange gibt, merken die Besucher bei einem Gang durch die an diesem Wochenende sehr gut besuchte Schule. Denn dort sind auch die Welten vergangener Tage ausgestellt: Hudefix bei den Kirchenmäusen und den Indianern oder mit Schneemann Olaf und dem Troll Giesbert.

Wohin es den Lesekobold in Schlöndorffs Geschichte im nächsten Jahr verschlägt, will Kürten noch nicht verraten. Nur soviel: „Es wird noch mehr Musik geben.“