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15 Jahre Ehrenamt in Elmeloh Eugenie Rheinländer verabschiedet sich von „Pötte und Pannen“

Von Mareike Bader | 06.01.2018, 12:12 Uhr

Am letzten Öffnungstag des Jahres verabschiedete sich Eugenie Rheinländer nach 15 Jahren von „Pötte und Pannen“. Als Ersatz wird sie aber weiterhin dabei bleiben.

Zum letzten Mal stand Eugenie Rheinländer als feste ehrenamtliche Kraft am Mittwoch vor Weihnachten bei „Pötte und Pannen“ am Wichernstift. „Das reicht auch“, sagte Rheinländer nach 15 Jahren. Künftig will die Rentnerin ihre Freizeit genießen, mehr Zeit für ihre Urenkel haben und mittwochmorgens auch mal zum Wochenmarkt können.

Der Abschied war aber keiner für immer. Wenn Not am Mann sei, werde sie auch weiterhin tatkräftig mithelfen. „Ich komme sowieso, das bleibt nicht aus“, bekräftigte sie ihre neue Rolle als Ersatzkraft.

Viele Spenden nach Jubiläum im September

Zu tun gibt es nach wie vor jede Menge in der Haushaltswarenabgabestelle der Diakonie am Wichernstift. Nach dem Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen im September und den Presseberichten dazu seien viele Spenden angekommen. „Wir sind quasi abgesoffen“, erklärte Frank Eden von der Diakonie Oldenburger Land den verhängten Spendenstopp. Da das Lager übervoll war, konnte nichts mehr angenommen werden.

Inzwischen hat sich die Lage entspannt. Nach der Pause können ab dem 10. Januar auch wieder Spenden abgegeben werden. „Besteck brauchen wir gerade ganz viel“, sagte Elke Einemann. Auch Elektrogeräte, besonders Staubsauger und Standmixer, werden gesucht. „Das ist eine andere Esskultur“, erklärte Einemann die Vorliebe syrischer Hilfesuchenden für Standmixer.

Carola Heinsch folgt auf Eugenie Rheinländer

Ab Januar wird Elke Einemann „Pötte und Pannen“ dann mit Carola Heinsch leiten. Diese hilft seit September schon bei „Pötte und Pannen“ mit. „So gut wie regelmäßig war ich dabei“, berichtete Heinsch. Ab Januar wird sie nun festes Mitglied des Teams sein. „Sie wird das gut machen“, sagte Eugenie Rheinländer über ihre Nachfolgerin.

Junger Flüchtling hilft beim Übersetzen

Beim Jubiläumsfest kam auch ein junger Flüchtling aus Syrien dazu. Seit Oktober unterstützt er regelmäßig die Frauen von „Pötte und Pannen“. „Wir brauchen hier jemanden zum Übersetzen“, betonte Einemann.

Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr geöffnet

Zusammen werden sie dann mittwochs von 9 bis 12 Uhr am Wichernstift Bedürftige auf der Suche nach notwendigen Haushaltswaren für die Küche beraten und Spenden annehmen. Blumenvasen und Übertöpfe werden nicht gebraucht, dafür eher Bettwäsche und Handtücher – und auch gerne etwas für Kinder.