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150 Feuerwehrkräfte im Einsatz Heftiges Gewitter sucht Landkreis Oldenburg heim

Von Dirk Hamm | 08.07.2017, 18:00 Uhr

Ein kurzes, aber heftiges Gewitter ist am Freitagabend über den Nordwesten gezogen und hat auch im südlichen Landkreis Oldenburg erhebliche Schäden angerichtet.

Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken und umgestürzte Bäume beseitigen. Von dem Unwetter betroffen waren vor allem das südliche Stadtgebiet von Wildeshausen sowie die Gemeinden Visbek und Goldenstedt im benachbarten Landkreis Vechta, wie Jens Hogeback von der Feuerwehr Wildeshausen mitteilte. Verletzt wurde niemand. Zur Schadenshöhe liegen zur Stunde noch keine Angaben vor.

Feuerwehr setzt auch zwei Kräne ein

Rund 150 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Wildeshausen, Düngstrup, Dötlingen, Neerstedt, Colnrade, Beckeln und Ahlhorn waren nach Angaben von Kreisfeuerwehrsprecher Christian Bahrs am Freitagabend ausgerückt. Neben Einsätzen im Landkreis Oldenburg unterstützten sie über die Kreisgrenze hinweg die Kameraden in Visbek und Goldenstedt. Zeitweise kamen auch zwei 70 und 160 Tonnen schwere Kräne zum Einsatz.

In der Bauerschaft Hanstedt im Süden Wildeshausens wurde eine Hofstelle durch den Sturm schwer getroffen. Mehrere Bäume stürzten um und zerstörten einen Teil des Wohnhauses. Eine ältere Bewohnerin kam unverletzt mit dem Schrecken davon, da sie sich in einem anderen Bereich des Hauses aufgehalten hatte.

Bäume auf Telefon-Oberleitung gestürzt

An mehreren Orten räumte die Feuerwehr Straßen frei, die von umgeknickten Bäumen blockiert wurden. Auf einem Abzweig der L 882 waren laut Jens Hogeback rund 15 größere Bäume auf eine Telefon-Oberleitung gestürzt. Sie wurden mithilfe eines Radladers beseitigt.

Zwischenzeitlich war vermutet worden, dass zwischen Hanstedt und Goldenstedt-Altona ein Auto mit einer jungen Frau von umgestürzten Bäumen getroffen worden war. Diese Befürchtung stellte sich als nicht zutreffend heraus. Auch hier wurden die Hindernisse mittels Traktor und Frontlader zur Seite geräumt.