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166 Tiere von Anwesen gerettet Mann aus Ganderkesee darf keine Tiere mehr halten

Von Eyke Swarovsky | 20.12.2017, 17:49 Uhr

Das Veterinäramt des Landkreises Oldenburg hat gegen einen Tierhalter in der Gemeinde Ganderkesee ein Tierhaltungsverbot für Tiere jeglicher Art erlassen. Da der Mann die Tiere nicht, wie gefordert, auf eigene Initiative herausgab, wurde der Bestand mithilfe der Polizei zwangsweise geräumt.

Insgesamt wurden nach Angaben der Pressestelle des Landkreises Oldenburg 166 Tiere aus dem Bestand entnommen. Es handelt sich dabei um Hühner, Enten, Pferde, Kälber, Schweine, Hunde und Katzen sowie diverse gehaltene Kleintiere wie etwa Hausratten und Mäuse. Die Anzahl, die Zusammensetzung und der Zustand der Tiere haben das Veterinäramt gerade im Hinblick auf die Unterbringung, aber auch die tierärztliche Betreuung vor große logistische Herausforderungen gestellt.

Weitere Person im Fokus

Im Verlauf der Maßnahme ergaben sich weitere Hinweise auf Tierschutzverstöße einer dritten Person. Noch vor Ort wurde daraufhin von den Mitarbeitern des Veterinäramtes des Landkreises Oldenburg ein entsprechendes Verfahren zum Erlass eines weiteren Tierhaltungsverbotes eingeleitet.

Sofortiges Halteverbot für Tiere aller Art

Die Tierhaltung war wiederholt im Rahmen regelmäßiger unangekündigter Vor-Ort-Kontrollen aufgefallen. Nachdem der Tierhalter unter anderem bei den Kontrollen geforderte tierärztliche Behandlungen nicht durchführte, zog das Veterinäramt die Reißleine und verfügte ein sofortiges Tierhaltungsverbot für Tiere jeglicher Art. Auf Nachfrage bestätigte Pressesprecher Oliver Galeotti, dass es sich bei dem Tierhalter um eine Privatperson und nicht etwa um den Betreiber einer Auffangstation handelt.

Tiere auf Auffangstationen aufgeteilt

Nahezu alle Tiere wurden auf verschiedene Tierschutzauffangstationen aufgeteilt und dort unmittelbar tierärztlich behandelt. Den Tieren geht es mittlerweile wieder den Umständen entsprechend gut.

Kalb konnte nicht mehr aufstehen

Ein Kalb, welches in der aufgelösten Tierhaltung mit drei weiteren Artgenossen vorgefunden wurde und aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte, ist nach entsprechender Behandlung auf dem Weg der Besserung. Das Kalb frisst und trinkt mittlerweile wieder und spielt laut Pressestelle mit seinen Artgenossen in der Tierschutzauffangstation.