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24 Gemälde in Öl in regioVHS Malschüler widmen Lehrer Ausstellung in Ganderkesee

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 12.07.2016, 17:16 Uhr

Der vielleicht etwas ironisch gemeinte röhrende Hirsch von Malschülerin Christel Stucke gehört dazu – und das dramatische Segelmanöver vor Calais vom Meister selbst ebenfalls: Beide Gemälde sind Bestandteil der neuen Ausstellung in der regioVHS im Alten Rathaus in Ganderkesee, die am Dienstag, 12. Juli, unter der Überschrift „Jedem seinen Duktus“ eröffnet wurde und bis zum 26. September zu sehen ist.

Anlass der Ausstellung ist der 90. Geburtstag von Künstler Hans-Joachim Gallinski, der seit 40 Jahren als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig ist. Sieben Schülerinnen und Schüler, die das Malen als Hobby betreiben, stellen einen Teil ihrer Werke aus und wollen damit zeigen, was sie bei Gallinski gelernt haben. Präsentiert werden 24 Gemälde in Öl auf Leinwand beziehungsweise auf Malpappe – davon drei vom 90-jährigen gebürtigen Breslauer selbst, alle mit maritimen Motiven. Darüber hinaus können sich Besucher des Alten Rathauses Landschaften, Stillleben sowie Tier- und Blumenbilder „in wirklichkeitsnaher Malweise“ anschauen, wie Kunsthistorikerin Dr. Wiebke Steinmetz, Organisatorin der Ausstellung, betont.

Als Schauwerbegestalter tätig

Gallinski kam am 27. April 1926 zur Welt. Er absolvierte eine Ausbildung als Schauwerbegestalter und studierte an der Breslauer Kunstschule Malerei und Grafik, bevor er in den Zweiten Weltkrieg einberufen wurde. Nach Krieg und Gefangenschaft wirkte er bis 1959 als freischaffender Künstler. Danach war er über zweieinhalb Jahrzehnte als Schauwerbegestalter für einen großen Kaufhauskonzern tätig.

Malgruppe mit Gallinski-Schülern

Vor einigen Jahren gründete sich in der regioVHS Ganderkesee-Hude eine Malgruppe mit Gallinski-Schülern. Zu ihr gehören Karl-Heinz Birr, Anke Gottwald, Gudrun Lassalle, Friedrich Lübsen, Irina Matzen, Karl-Lenert Reinken und Christel Stucke, die sich bei ihrer Arbeit immer wieder an den französischen Maler Eugéne Delacroix erinnerten, der als Wegbereiter des Impressionismus angesehen wird. Von ihm stammt der Satz „Es ist die erste Pflicht eines Bildes, ein Fest für die Augen zu sein“.