Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

38 Taten seit Anfang des Jahres Ganderkesee: Autoknacker immer öfter aktiv

Von Katja Butschbach | 21.05.2015, 20:02 Uhr

Vor allem in Hoykenkamp und in Heide sind in den vergangenen Wochen vermehrt Autos aufgebrochen worden. Die Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Autoknackern.

Die Polizei ermittelt aktuell zu etlichen Fällen von Autoaufbrüchen: Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind wieder zwei Autos an der Elmeloher Straße und am Schlutterweg aufgebrochen worden; weitere sechs Aufbrüche ereigneten sich zwischen Freitag und Montag in Elmeloh und Heide.

In den vergangenen Wochen sind diese Taten gehäuft vorgekommen, bestätigte Polizeisprecher Andre Wächter auf dk-Nachfrage. „Wir haben das registriert und die Maßnahmen intensiviert.“

Mehr als dreimal so viele Taten wie im Vorjahreszeitraum

In diesem Jahr hat es im Raum Gemeinde Ganderkesee insgesamt 38 Autoaufbrüche gegeben. „Im selben Zeitraum des Jahres 2014 waren es elf Taten, so dass wir hier durchaus von einer deutlich gestiegenen Anzahl sprechen können“, erläuterte Wächter. Ein Schwerpunkt sei derzeit im Bereich Hoykenkamp und Heide erkennbar. Hier sei es seit Beginn des Jahres zu einer auffälligen Zahl an Autoaufbrüchen gekommen.

Vor allem Hinweise aus der Bevölkerung helfen

Bei den Ermittlungen seien vor allem Hinweise aus der Bevölkerung hilfreich – auch, wenn diese zunächst „noch so unbedeutend“ erscheinen. Die Beamten nehmen bei den Ermittlungen vor Ort die Fakten auf, befragen Zeugen und sichern vorhandene Spuren. „Diese werden dann ausgewertet und für die weiteren Ermittlungen berücksichtigt“, erklärt Wächter.

Ursache noch unklar

Die Ursache für die gehäuften Autoaufbrüche ist laut Wächter aktuell noch unklar. Es kann sich um einen Einzeltäter handeln, der momentan sehr aktiv ist. Es könnten aber ebenso mehrere Täter gleichzeitig unterwegs sein. Derzeit gibt es bei den Ermittlungen zu den Autoaufbrüchen noch keine konkreten Ergebnisse.

Wie kann man sich vor einem Autoaufbruch schützen?

Aber wie kann man sich vor einem Autoaufbruch schützen? „Den besten Schutz bietet natürlich ein sicherer Abstellplatz, beispielsweise eine verschlossene Garage“, sagt Wächter. Ist dieser nicht verfügbar, sollte möglichen Tätern ein möglichst geringer Anreiz gegeben werden.

Jacken und Taschen, die im Auto liegen, lassen potenzielle Täter Beute vermuten. „Halterungen für Navigationssysteme oder auch Abdrücke von Saugnäpfen an der Scheibe könnten bedeuten, dass auch das dazugehörige Gerät im Auto zu finden sein könnte“, erläutert Wächter.

Immer wieder Geldbörsen über Nacht im Auto gelassen

„Immer wieder erleben die Kolleginnen und Kollegen sogar, dass über Nacht offen erkennbar in den Autos zurückgelassene Geldbörsen entwendet werden.“ Auch elektrische Geräte zählen zur Beute der Täter.

In der Stadt Delmenhorst sei eine derartige Häufung wie in Ganderkesee nicht zu bemerken, erklärte Wächter.