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380-kV-Leitung Ganderkesee: Erdkabel bei Minister gefordert

Von Katja Butschbach | 29.07.2015, 19:37 Uhr

Ein positives Fazit ziehen Vertreter der Gemeinde Ganderkesee und der Samtgemeinden Harpstedt, Barnstorf und Rehden nach einem Gespräch mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel über die 380-kV-Leitung Ganderkesee-St. Hülfe.

Sie formulierten ihr Anliegen: „Herr Minister, bitte setzen Sie sich dafür ein, dass wenigstens die ‚Alternativplanung‘ und nicht die ‚Antragstrasse TenneT‘ planfestgestellt wird und dass mit dem Planfeststellungsbeschluss der unsinnige Freileitungsabschnitt in der Gemeinde Ganderkesee gestrichen wird.“

Alternativtrasse wäre Teilerfolg

Die Alternativtrasse mit Teilverkabelungsabschnitten sei zwar weit entfernt von ursprünglichen Forderungen nach einer kompletten Erdverkabelung, könne aber zumindest als Teilerfolg akzeptiert werden: Denn sie nehme Rücksicht auf Anwohner, die im Außenbereich weniger als 200 Meter von der Leitung entfernt wohnen. Gleiches gelte für die geschlossene Wohnbebauung mit 400 Metern Abstand zur Trasse. Diese Abstände sollten „das absolute Minimum“ sein.

Noch keine festen Zusagen

„Feste Zusagen konnten im laufenden Verfahren weder Minister Wenzel, die Fachleute aus dem Ministerium oder die anwesenden MdLs abgeben“, so Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. Positiv beurteile man die Unterstützung der anwesenden Landtagsabgeordneten Ansgar Focke (CDU), Axel Brammer (SPD), Christian Dürr (FDP) und Hans-Joachim Janßen (Grüne).

Hoffnung und Erwartung bleiben

„Es bleibt die Hoffnung und Erwartung, dass die Landespolitik und Landesregierung weiter alles dafür unternehmen, zumindest alle Teil-Erdverkabelungsabschnitte durchzusetzen“, meint Wöbse.