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3D-Visualisierungen von Studierenden Huder Klosterruine wird bei Denkmaltag virtuell präsentiert

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 23.08.2017, 15:53 Uhr

Einen virtuellen Rundgang durch die Huder Klosterruine haben Besucher der Landtage Nord in Wüsting unternehmen können. Studierende der Jade-Hochschule in Oldenburg hatten dafür Panoramen und eine fotorealistische Punktwolke der Ruine erstellt. Beim Sommerfest des Klostervereins am Samstag, 26. August, und beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, sollen die Visualisierungen erneut gezeigt werden.

Professor Klaus Rademacher, Vorstandsmitglied im Verein Freunde des Klosters Hude, hatte das Projekt initiiert. Er wusste um die technischen Möglichkeiten im Bereich Visualisierung an der Jade Hochschule aus vorangegangenen Projekten. So kam die Idee, auch die Ruine des Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert virtuell zu präsentieren. „Visualisierungen sind ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Schulung der Vorstellungskraft und helfen uns bei der Vermittlung unserer Ideen des Museumskonzeptes“, so Rademacher.

Ruine mit Laserscanner und Kameras erfasst

Im Sommersemester nahmen sieben Studierende des Studiengangs Angewandte Geodäsie unter Leitung von Professorin Dr. Ingrid Jaquemotte die Klosterruine mit einem Laserscanner und mehreren Digitalkameras auf. Durch die Nutzung mehrerer Scanner-Standpunkte konnte das ehemalige Kloster fast vollständig erfasst werden. Nach der Bearbeitung mit Spezial-Software entstanden ein maßstäbliches 3D-Modell und eine Videofahrt durch die Ruine. Auch aus den Kameraaufnahmen erstellten die Studierenden 3D-Modelle, die sehr realitätsnah auf den Betrachter wirken.

Modell soll bei Instandsetzung helfen

Durch den starken Bewuchs an der Ruine kommt es vermehrt zu Schäden am Mauerwerk. Mauerstücke drohen abzubrechen. Aus diesem Grund nimmt der Verein in Kürze Gespräche mit dem Landkreis über die Erstellung eines Instandsetzungskonzeptes auf. Für die Planung können die virtuellen Modelle laut Rademacher Hilfestellung leisten. „Die Maßstäblichkeit und Detailgenauigkeit wird den Zeitaufwand und die Kosten zur Erstellung des Konzepts deutlich reduzieren“, so der Huder Architekt.