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40 größere Hilfeleistungen Ganderkeseer Faschingsumzug fordert Einsatzkräfte

Von Thomas Breuer | 06.02.2016, 20:34 Uhr

Keine gravierenden Störungen des Umzugsablaufs, aber deutlich mehr Hilfeleistungen – so lautete am frühen Samstagabend das Zwischenfazit der Einsatzkräfte beim Fasching um den Ring.

Andreas Strodthoff, Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes, sprach um 19 Uhr von bislang etwa 40 Hilfeleistungen, bei denen teilweise deutlich mehr zu tun war als nur ein Pflaster zu kleben. „Das ist schon eine gewisse Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, sagte er.

90 Sanitätskräfte waren zunächst im Einsatz. Sie hatten Schürfwunden zu versorgen, aber auch eine Reihe von Schnittverletzungen durch herumliegende Scherben. Weiter mussten sich die Helfer um etliche stark alkoholisierte Besucher kümmern. Dazu kamen Verletzungen durch Böllerwürfe. „Das hatten wir sonst so nicht“, sagte Strodthoff. „Es wurden einige größere Böller gezündet, dabei wurden einige Personen leicht verletzt.“

„Durchweg Herr der Lage“

Die Einsatzkräfte waren nach Strodthoffs Einschätzung durchweg Herr der Lage, auch wenn zwischenzeitlich am Hauptverbandsplatz an der Rettungswache nahezu alle Kapazitäten benötigt wurden. In mehreren Fällen gab es auch Transporte in umliegende Krankenhäuser.

Sanitäter und Polizei machten als besonders kritische Bereiche die Umgebung des Famila-Getränkemarktes und der Shell-Tankstelle aus. Markus Voth, beim Faschingsumzug Gesamteinsatzleiter der Polizei, sagte, in vielen Fällen sei durch ein frühzeitiges Einschreiten seiner Kollegen Schlimmeres verhindert worden. Bis zum frühen Abend sei es aber auch zu einigen Anzeigen wegen Körperverletzung gekommen.

„Unser Konzept ist gut aufgegangen“, bilanzierte Voth dennoch. Ein abschließendes Fazit aller Verantwortlichen des Faschingsumzugs soll am Sonntagnachmittag vor der Presse erfolgen.