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50-Meter-Bahnen sollen bleiben Freibadsanierung in Ganderkesee beginnt wohl 2018

Von Dirk Hamm | 07.03.2017, 08:02 Uhr

Eines der wichtigsten Investitionsvorhaben der Gemeinde Ganderkesee für die kommenden Jahre rückt der Verwirklichung einen Schritt näher: Ein Planungsbüro ist nach einer EU-weiten Ausschreibung damit beauftragt worden, ein Konzept für die geplante Sanierung des Freibads am Heideweg auszuarbeiten.

Das teilte Gemeindemitarbeiterin Meike Saalfeld auf dk-Nachfrage mit. Das ursprünglich ins Auge gefasste Ziel, die Bauarbeiten für die Erneuerung der veralteten Technik und der Schwimmbecken noch in diesem Jahr zu beginnen, lässt sich nach Einschätzung der örtlichen Politik nicht realisieren.

Saisoneröffnung 2019 möglichst in saniertem Bad

Nach der Gründung einer neuen GmbH für den Betrieb der Ganderkeseer Bäder und der Sauna sowie der Ausschreibung für die Generalplanung ist es kaum mehr möglich, dass die ersten Arbeiten wie erhofft nach dem Abschluss der diesjährigen Freibadsaison in Angriff genommen werden können.

„Wir geben uns noch ein Jahr“, sagt CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner und gibt zugleich die Zielmarke vor, dass es bei diesem einen Jahr Verzögerung bleibt: „Wir wünschen uns, dass das Freibad zur Eröffnung der Saison 2019 nutzbar ist.“

Offene Fragen bei Ausgestaltung der Sanierung

Diesen Zeitrahmen peilen auch die Sozialdemokraten an. Deren Fraktionschef Werner Brakmann geht davon aus, „dass wir 2019 mit der Sanierung fertig werden“.

Bei der Frage, ob der dem Vorhaben zugrunde gelegte Investitionsrahmen von rund fünf Millionen Euro eingehalten werden kann, steckt der Teufel im Detail. „Ob die Verkleidung des Schwimmbeckens in Edelstahl oder mit Folie ausgeführt ist, muss man schauen. Das ist eine preisliche Frage und auch eine Frage des Geschmacks. Da ist der Drops noch nicht gelutscht“, sagt SPD-Ratsherr Brakmann.

Einigkeit bei 50-Meter-Bahnen und Sprungturm

Einigkeit herrscht bei allen Fraktionen darüber, dass die 50-Meter-Bahnen und der Sprungturm erhalten bleiben sollen. Auch gilt der Bau eines überdachten Kursbeckens, für das sich in der im März 2016 vorgelegten Bedarfs- und Potenzialanalyse zahlreiche Gruppen ausgesprochen haben, allgemein als wünschenswert.

Zustimmung zu Kursbecken „nicht zu jedem Preis“

Der Bau dieses zusätzlichen Beckens für Angebote von Aquakursen bis zum Kinderschwimmen wird nach Einschätzung Klüners aber bis zum Beginn der Freibadsaison 2019 nicht abgeschlossen sein. Eine Zustimmung zu diesem Teil des Sanierungsvorhabens gibt es für Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler, „nicht zu jedem Preis“.