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75 Flüchtlinge nach Bookholzberg Zweiter Flüchtlings-Mobilbau kommt nach Bookholzberg

Von Reiner Haase | 27.10.2015, 17:08 Uhr

Das Feuerwehr-Grundstück am Wellenhofsweg in Bookholzberg wird der zweite Standort in der Gemeinde für einen Mobilbau für Flüchtlinge. Mitte Dezember soll er bezugsfertig sein.

Am künftigen Standort eines Feuerwehr-Neubaus für Bookholzberg am Wellenhofsweg wird für zunächst sechs Monate ein Mobilbau für Flüchtlinge aufgestellt. Dort sollen nach und nach bis zu 75 Menschen untergebracht werden, darunter auch Familien mit kleinen Kindern. Die Mobilhalle wird laut Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas winterfest und beheizbar sein. Eine ähnliche Halle wird zurzeit im Ganderkeseer Stadion aufgebaut. In Bookholzberg werden die ersten Flüchtlinge voraussichtlich in der ersten Dezemberhälfte einziehen können.

Anwohner informiert

„Die Mobilhalle ist die einzige Alternative zur Unterbringung von Flüchtlingen in einer weiteren Sporthalle“, erklärt Bürgermeisterin Gerken-Klaas. Die Gemeinde habe die Multiplikatoren vor Ort – Vereins- und Kirchenvorstände sowie die Bezirksvorsteher – am Montag über die Absicht der Gemeinde informiert. Den Anwohnern im Bereich An der Bahn/Wellenhofsweg seien Auskünfte per Briefkasten-Wurfzettel zugegangen.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Die Bookholzberger sind laut Erstem Gemeinderat Rainer Lange ausdrücklich zum Informationsabend über die aktuelle Flüchtlingssituation am Dienstag, 3. November, in der Mensa des Schulzentrums am Steinacker in Ganderkesee eingeladen. Die Gemeinde wolle nicht nur Auskünfte geben, sondern auch weitere Ehrenamtliche für Essensausgaben und andere Hilfeleistungen finden, für den Ort Ganderkesee und auch für Bookholzberg. „Einen weiteren Informationsabend vor Ort wird es nach Absprache mit den Bookholzberger Vereinen und Kirchen noch im Laufe des Novembers geben“, kündigt Lange an. Wer ehrenamtlich mitwirken will, kann sich jetzt schon unter der Flüchtlingstelefonnummer (04222) 44500 melden.

Wegebau wird vorgezogen

Für den Standort Wellenhofsweg hat laut Bürgermeisterin Gerken-Klaas gesprochen, dass sich die ehemalige Ponyweide im Besitz der Gemeinde befindet und der Grundstein fürs Feuerwehrhaus voraussichtlich erst Anfang 2017 gelegt wird. Der Bau der Ver- und Entsorgungsleitungen und der Zuwegung von der Straße An der Bahn am Nehlsen-Grundstück entlang wird allerdings vorgezogen und beginnt in diesen Tagen. „So ist das keine verschossene Investition“, stellt die Bürgermeisterin fest.

Verpflegungsfragen noch zu klären

Die Bookholzberger Mobilhalle böte wie jene, die zurzeit im Ganderkeseer Stadion aufgebaut wird, Platz für 100 Flüchtlinge. Hier wie dort sollen aber nur 75 Menschen untergebracht werden, damit Platz für Gemeinschaftsräume bleibt. „In Ganderkesee haben wir den Schützenhof. In Bookholzberg wird das Essen wohl in der Halle ausgegeben“, erläutert Bürgermeisterin Gerken-Klaas. Für diesen Standort seien noch Fragen zur Verpflegung zu klären. Es sei eine Kooperation mehrerer Gastronomen aus der Gemeinde im Gespräch.