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Abschiedswald immer gefragter Letzte Ruhestätte für Tiere in Sandkrug

Von Katja Butschbach | 02.01.2015, 19:30 Uhr

Gut 450 Tiere sind seit 2007 im Abschiedswald in Sandkrug bestattet worden. Neben Hunden ruhen auch Katzen, Hamster und Meerschweinchen im Abschiedswald.

Der Abschiedswald Sandkrug zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres: „Die Nachfrage nach Haustierbestattungen im Wald hat sich in den letzten fünf Jahren auf 80 Bestattungen pro Jahr verdoppelt“, heißt es von den Niedersächsischen Landesforsten. Rund 70 Prozent der Tierbesitzer nutzen das Angebot, im Jahr nach der Tierbestattung zwei Bäume zu pflanzen. Unter den Sandkruger Kiefern ist dieses Buchenwäldchen bereits gut zu erkennen.

Das Einzugsgebiet reicht von Cloppenburg bis Bremen, Bad Zwischenahn und Brake und Wittmund. Auch Tierbesitzer aus Hamburg oder Mettmann/Düsseldorf ließen Tiere bereits im Sandkruger Abschiedswald bestatten.

„Neben Hunden – in diesem Jahr wog der schwerste 72 Kilogramm – und Katzen liegen auch Hamster, Meerschweinchen und Wellensittiche im Abschiedswald“, sagt Adolf Wilder. Zusammen mit seinem Kollegen Reinhard Mörking betreut er den Sandkruger Abschiedswald für die Niedersächsischen Landesforsten.

Der Abschiedswald soll naturbelassen gestaltet sein, so dass die beiden auch darauf achten müssen, dass kein Grabschmuck auf die Gräber kommt.

„Wir bekommen viel Lob von unseren Kunden. Die Tierhalter fühlen sich von unseren Mitarbeitern einfühlsam betreut und das Tierbegräbnis erfolgt binnen 24 Stunden“, sagt Karl-Heinz Pelster von der Revierförsterei Sandkrug. Er hatte den Abschiedswald vor acht Jahren initiiert.

Gut 450 Haustiere sind seit 2007 im Abschiedswald Sandkrug bestattet worden. Tierbesitzer können auf Wunsch auch ein unbehandeltes Namensschild aus Holz anbringen lassen und im Jahr nach der Bestattung ihres Haustieres zwei Bäume pflanzen. Weitere Abschiedswälder der Landesforsten liegen bei Hildesheim, Wolfenbüttel und Bad Harzburg.