Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Airbus will Flugkörper testen Flugplatz Hatten soll Drohnenstandort werden

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 13.03.2017, 09:14 Uhr

Bemannte Sportflugzeuge und zivile Drohnen könnten sich in Hatten bald den Himmel teilen.

Ambitionierte Pläne haben Harald Rossol aus Lilienthal und Olaf Lühring aus Oldenburg, die neuen Besitzer des Flugplatzes am Wulfsweg in der Gemeinde Hatten, jetzt dem Hatter Bürgermeister, Vertretern aus Rat und Verwaltung sowie der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag vorgestellt.

Test von Drohnen-Fluggeräten

Rossol und Lühring, seit gut einem Jahr Besitzer des Flugplatzes, warben um Unterstützung bei der Ansiedlung des Bremer Luftfahrtunternehmen Airbus, das in Hatten Drohnen-Fluggeräte testen will. Der nahe Flugplatz sei für Airbus interessant, berichtete Jana Blauth vom Wahlkreisbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten, weil die Drohnen-Systeme in Bremen entwickelt werden. Zum Testen der zivilen selbstfliegenden Modellflugzeuge müsse man sonst rund 600 Kilometer weit fahren.

Drohnen und Sportflugzeuge in der Luft

Für die Zukunft möchten die Flugplatzbetreiber demzufolge einen parallelen Betrieb von Sportflugzeugen und selbstfliegenden Modellflugzeugen einrichten. Dies wäre eine Premiere für Deutschland.

Probebetrieb genehmigt

Die Sozialdemokraten im Hatter Rat sowie Bürgermeister Pundt haben in den zuständigen Gremien der Gemeinde ebenso wie die anderen Fraktionen bereits für einen Probebetrieb gestimmt. Er soll vier Tage lang andauern. Dabei fliegen die Objekte, die laut Jana Blauth relativ leise unterwegs sind, nur in Sichtweite des Platzes und werden am Boden von Piloten überwacht.

Airbus liebäugelt mit Standort

Für die Flugplatzeigentümer wäre eine Zusammenarbeit mit Airbus ein wichtiger Baustein zur weiteren Entwicklung: Eine Flugwerft, ein Zulassungszentrum, den Flugzeugentwickler „Flywhale“ aus Dötlingen und Flugschulen sind bereits vor Ort.

Strom künftig auseigener Erzeugung

Ein weiteres Projekt ist die Erzeugung und Speicherung von Energie zur eigenen Nutzung. Beim Landkreis Oldenburg ist bereits ein Investitionskostenzuschuss beantragt und zugesagt worden, hieß es. Weitere Anträge auf Fördermittel des Bundes sollen folgen.

Flugplatz existiert seit 1963

Den Flugplatz Hatten gibt es seit 1963. Er umfasst eine Fläche von 16 Hektar und hat eine Graslandebahn. 55 Flugzeuge – inklusive Ultraleichtmaschinen – sind dort stationiert.