Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Aktion für Kinder in Hude Piratenschiff wird Hingucker bei den Märchentagen

Von Ole Rosenbohm | 15.10.2018, 18:41 Uhr

Mädchen und Jungen haben am ersten November-Wochenende freien Eintritt in die Märchenwelt. Dort wird unter anderem über das neue Abenteuer „Hudefix & das Piratenschiff“ berichtet.

Mächtig sieht das Piratenschiff jetzt schon aus, an dem Heino Brinkmann in der Aula der Peter-Ustinov-Schule in Hude die nächsten Schrauben eindreht. Mit einer Länge von achteinhalb Metern wird es einen der Hingucker der nächsten Huder Fantasie- und Märchentage am Samstag und Sonntag, 3. und 4. November, bilden. Die weitere gute Nachricht dabei: Die kleinen Besucher der Märchentage dürfen es auch entern.

Seit Samstag bauen Mitglieder des seit zwei Jahren bestehenden Vereins Huder Fantasie- und Märchentage für ihre Fantasiewelt im Schulzentrum auf: „Märchenwald“, „Wintermarkt“, Parcours mit den „tollkühnen Spielen“, die große Bühne, Piratenkulisse – alles vorbereitet seit März in der Garage des Vereinsvorsitzenden Stephan Kürten. Aufwändig, aber es lohne sich, wenn „man die Freude in den Kinderaugen sieht“, sagt er. Es werde zu selten was angeboten, bei dem sich Kinder „aktiv und kreativ auslassen können“. „Kinder haben keine Lobby“, sagt auch Kürtens Vorgänger und Märchentage-Gründer Peter Schlöndorff: „Schauen Sie sich doch mal an, wie wenig für Kinder auf Bürgerfesten angeboten wird.“

Kanonenkugeln werfen und Fische fangen

Bei den bereits 14. Märchentagen ist das gewiss anders. Puppenspieler bringen eine Geschichte um Kasperl mit. Außerdem wird auf der großen Bühne das frisch von Schlöndorff geschriebene Abenteuer-Vorlesespiel „Hudefix & das Piratenschiff“ gezeigt – mit allen 14 Kindern des Vereins und vom Gitarrenprojekt der Peter-Ustinov-Schule begleitet. Bei den Spielen gilt es, Kanonenkugeln in entsprechende Rohre zu werfen oder Fische zu angeln. Und zwischendurch kann gebastelt werden: eine Schatztruhe aus Eierkartons, Glanzbilder, Keramikmalerei. Für die Erwachsenen gibt es in dieser Zeit eine Cafeteria.

Vier Stunden ist die Fantasiewelt täglich geöffnet, zu spät kommen sollten Familien aber nicht, wissen Hudefix-Kenner. Wer alles mal mitgemacht und dann auch den Laufzettel vollständig ausgefüllt haben will, braucht wohl mindestens zweieinhalb Stunden. Puppentheater (20 Minuten) und Vorlesestück (45 Minuten) werden an jedem der beiden Tage mindestens zweimal aufgeführt.

„Wie in einem Märchenland“

Das Beste an den Märchentagen sei „die Atmosphäre wie in einem Märchenland“, sagt Wiebke Janssen (15), einst Besucherin, jetzt als Vereinsmitglied auf Bühne und am Bastelstand aktiv. „Das macht Spaß“, sagt sie. „Freunde sind auch dabei, und ich mache gerne was mit Kindern.“

Aber zuerst folgt der Aufbau. Trotz der großen Kulissen und des größer werdenden Aufwands – Druck haben die Märchenfreunde nicht. Anders als in der Vergangenheit darf der Verein nicht erst am Tag vor der Veranstaltung mit den Arbeiten beginnen, sondern schon Wochen zuvor. „Die Schule unterstützt uns toll – vom Hausmeister bis zum Rektor“, sagen die Vereinsmitglieder.

Für Kinder ist der Eintritt in die Märchenwelt frei, Erwachsene zahlen zwei Euro. Für die Bastelaktionen wird laut Verein ein Selbstkostenpreis genommen. Die Türen der Märchentage sind jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.