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Aktion „Saubere Landschaft“ 2017 Grabstein, Koran und Sofa in Gemeinde Ganderkesee entsorgt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 25.03.2017, 19:47 Uhr

Beste Stimmung bei sonnigem Frühlingswetter und ein leichter Trend zu weniger Müll – das ist die allgemeine Bilanz der sieben Ortsvereine aus der Gemeinde Ganderkesee, die am Samstag bei der Aktion „Saubere Landschaft“ auf Tour waren. Zu den skurrilsten Funden zählten diesmal ein Grabstein, gefunden von Mitgliedern des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, ein Koran auf Deutsch, entdeckt in Falkenburg, sowie eine Sofa-Garnitur, die dann von Helfern des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren entsorgt wurde.

In Bookholzberg und Grüppenbühren waren diesmal die meisten Müllsammler unterwegs. Rund 80 Personen machten mit, fast die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Mit dabei: Kräfte des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr und der Pfadfindertruppe „Moorfüchse“. „Der Container war so gut wie voll, aber es gab weniger Müll als sonst“, bilanzierte der stellvertretende Vorsitzende Steffen Block, der nach der Aktion von einem „vollen Erfolg“ sprach. Neben drei Fahrrädern fiel allerdings deutlich der in der Landschaft entsorgte Sperrmüll vom Sofa über den Schrank bis zur Matratze auf.

Deutlich mehr To-Go-Becher in der Landschaft

Über 70 Teilnehmer, davon elf Kinder und Jugendliche, gab es bei der Aktion in Schönemoor, Altengraben und Heide. Auch dort stellte Bernd Schulte, Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins fest: weniger als beim letzten Mal. Auffällig neben dem Grabstein: Die Zahl der To-Go-Becher ist deutlich größer geworden, die der Flaschen dagegen geringer – abgesehen von denen auf den Kohltourstrecken.

Schwerpunkt Parkplatz beim Bahnhalt Hoykenkamp

„Gut gelaufen“ ist die Aktion in Hoykenkamp. „Mehr als zehn Leute waren dabei, das ist schon was für Hoykenkamp“, sagte Fred Molde vom Vorstand des Ortsvereins. Er hatte den Eindruck, dass nicht mehr Unrat zu finden war als im vergangenen Jahr. Ein Schwerpunkt war der Parkplatz beim Bahnhalt. „Da wurden unzählige Kaffeebecher einfach ins Gras geworfen“, so Molde.

Auspuff samt Katalysator gefunden

Ein Auspuff samt Katalysator war der kurioseste Fund der Mitglieder des Ortsvereins Rethorn. Wie im vergangenen Jahr waren 20 Personen mit dabei. „Und wie 2016 war die Müllmenge ähnlich – geschätzte vier bis fünf Kubikmeter“, so Vereinschef Jörg Thielhelm.

Spendenschiffchen der Lebensretter endeckt

Auch in Schierbrok und Stenum gab es Fritz Gillerke zufolge ähnlich viel Abfall wie im vergangenen Jahr. Der zweite Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins wurde unterstützt von knapp über 20 Frauen und Männern sowie drei Kindern. Sie entdeckten unter anderem am Bahnhof ein Spendenschiffchen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft – „vermutlich das, das mal bei Menkens gestohlen wurde“, so Gillerke, der sich sehr darüber ärgerte, dass ein Helfer „auf das Übelste angepöbelt wurde, nur weil sein Fahrzeug mit Anhänger am Straßenrand abgestellt war“.

Weniger Unrat als sonst gab es in Falkenburg und Habbrügge, so der Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Hakkel. Gut 40 eifrige Müllsammler, davon ein Drittel jugendlich, zählten neben dem Koran jede Menge Wodka-Flaschen, Stacheldraht und große defekte Tragekästen zu den auffälligsten Funden.

Von EC-Karte bis hin zum alten Einkaufswagen

Eine EC-Karte, eine große Zahl an benutzten Kondomen, einen alten Einkaufswagen, Reifen, einen Stuhl und jede Menge Plastikmüll haben die gut 25 erwachsenen und acht jugendlichen Sammler bei der Aktion des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh entdeckt. Bilanz von Vereinschef Reinhard Siemer: geschätzte viereinhalb Kubikmeter Müll, aber weniger als sonst.

 Lesen Sie zur Aktion „Saubere Landschaft“ in der Gemeinde Ganderkesee auch hier und hier.