Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Aktion „Saubere Landschaft“ Ganderkeseer Aufräumaktion fördert Diebesgut zutage

Von Antje Cznottka | 28.03.2015, 19:24 Uhr

Der Müll wird nicht mehr, aber auch nicht weniger – so die Bilanz der Aktion „Saubere Landschaft“ in Flaschen, Fast-Food-Verpackunge und Autoreifen waren die häufigsten Fundstücke der engagierten Müllsammler.

Freiwillige aus diversen Ortsvereinen sind am Samstag aufgebrochen, um die Gemeinde Ganderkesee von Müll und Unrat zu befreien. „An einigen Orten wird es weniger, an anderen wie in der Nähe des Bahnhofs Schierbrok wird es schlimmer“, sagt Marion Böning-Zilkens vom Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum und stimmt damit dem Eindruck der meisten Helfer zu.

Rasende Autos sind Ärgernis

Sie ärgert sich über die Autofahrer, die während der Putzaktion an den Helfern vorbeirasen. „Wirklich viele Auto düsen regelrecht an den Putzkolonnen vorbei, bei denen ja auch oft Kinder dabei sind“, stimmt Bernd Behrens vom Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh zu. Er und die 25 Helfer des Vereins sammeln pro Jahr etwa drei bis vier Kubikmeter Müll ein.

Kuriose Funde beim Müllsammeln

„Das Skurillste, was ich in diesem Jahr gefunden habe, war ein kompletter Döner“, erzählt Christina Klüver vom Orts- und Verkehrsverein (OVV) Schönemoor. Der Fuhrenkamp-Schutzverein hat bei seiner Aktion alte Bahnschwellen entdeckt. „Diese Bahnschwellen sind hoch giftig., Die sollten nicht im Wald herumliegen“, erklärt Hajo Schöne, der stellvertretende Vorsitzende des Schutzvereins. Die Helfer der Dorfgemeinschaft Bookhorn haben sogar eine aufgebrochene Geldkassette entdeckt. „Da waren EC-Karten, Sparbücher und alte D-Mark-Gedenkmünzen drin. Das übergeben wir der Polizei“, sagt Carsten Busch, Dorfgemeinschaftsvorstand.

Müll einfach gleich „richtig“ entsorgen

Der Müll kommt und geht. Die Verwunderung bei den engagierten Müllsammlern bleibt, dass Menschen so sorglos mit der Landschaft umgehen. „Ich hab mal ein Jahr ausgesetzt, weil am Abend nach der Aktion wieder Müll herumlag“ berichtet Joachim Klüver vom OVV Schönemoor, der von der Waschmaschine bis zur Unterwäsche schon alles eingesammelt hat. Allerdings habe ihn das gemütliche Beisammensein mit den rund 70 Sammlern aus dem OVV zurück in die Gruppe geholt.

Einig sind sich die engagierten Müllsammler in der Gemeinde über einen Punkt: „Es wäre schön, wenn wir irgendwann sagen könnten, wir müssen nicht mehr aufräumen, weil jeder seinen Müll gleich richtig entsorgt“, sagt Fritz Witte vom Orts- und Heimatverein Ganderkesee.