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Aktion „Saubere Landschaft“ Müll hat in Ganderkesee keine Chance

Von Kristina Müller | 18.03.2017, 18:42 Uhr

Mit Handschuhen, Greifzangen und Eimern bewaffnet ging es dem Müll rund um Ganderkesee an den Kragen: Vier Ortsvereine haben sich am vergangenen Samstag an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligt.

Mit fünf Treckergespannen und mehr als 30 Freiwilligen zog der Bürgerverein Hohenböken durch seinen Ort, um die Grünflächen, Gräben und Wegesränder von Unrat und Müll zu befreien. In diesem Jahr seien auch viele neue Helfer mit dabei, wie der Vorsitzende Hans-Joachim Wallenhorst berichtete. Ebenso auch einige Kinder, die nun groß genug seien, mitzulaufen. „Es geht nicht nur um das Müllsammeln, man trifft sich in der Dorfgemeinschaft und das wird gut angenommen“, erklärte Wallenhorst. Als Belohnung gab es im Anschluss eine warme Erbensuppe.

Volles Schmuckkästchen

Der Ortsverein Hengsterholz-Havekost tat es ihnen gleich und machte sich ebenfalls mit 20 Leuten auf. „Für das nächste Jahr würden wir uns mehr Beteiligung wünschen“, betonte Karl-Heinz Meier, Vorsitzender des Ortsvereins. Auf der Bundesstraße und den Hauptstraßen in den zwei Orten sammelten sie zweieinhalb Stunden und kamen anschließend mit einigen Kuriositäten im Gepäck wieder: Neben vielen Flaschen und Pappbechern, Silvesterraketen und einem Paar Schuhe fanden die Freiwilligen sogar ein kleines Kästchen mit Schmuck. Im Feuerwehrhaus gab es anschließend auch für sie ein gemeinsames Mittagessen.

Hausapotheke und Portemonnaie

Auch der Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege stieß bei seinen Streifzügen durch die Ortschaften auf ungewöhnlichen „Müll“. Die 32 fleißigen Sammler, darunter der jüngste im Alter von drei Jahren, bargen neben dem gewöhnlichen Müll ein halbes Fahrrad, zwei Kanister Altöl sowie diverse Hausapothekenmittel wie Erkältungstee, Schmerztabletten und eine kleine Flasche voll Wasserstoffperoxid. Auch ein Portemonnaie samt Bankkarte und Ausweisen fiel den Freiwilligen in die Hände. Nicht aufsammeln durften sie jedoch drei tote Füchse, die sie am Straßenrand gefunden hatten, wie der Vorsitzende Enno Vosteen berichtete. Um die kümmern sich die Jäger, versicherte er.

„Müll fein säuberlich gestapelt“

Auch der Ortsverein Steinkimmen beteiligte sich an der Aktion „Saubere Landschaft. Voller Tatendrang warteten die 20 Helfer in Warnwesten nur darauf, los zu legen. Einige Anlaufstellen hatte sich der Vorsitzende Christoph Eckert bereits im Vorfeld ausgemacht: An der Straße „Am Kimmer Holz“ sei ein Treffpunkt, an dem viele Auto- und LKW-Fahrer eine Pause einlegen und dort dann auch ihren Müll hinterlassen würden, beklagte Eckert. Und auch beim Alten Postweg fänden sich „fein säuberlich aufgestapelte Müllberge“, berichtete er. „Das finde ich ein Unding!“ Nachdem dieser Unrat aber beseitigt wurde, fanden sich die Freiwilligen im Anschluss zu Kaffee und Kuchen ein.