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Aktion „Zu gut für die Tonne“ Viel Lob statt Preis für Lebensmittelprojekt des RUZ Hollen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 06.04.2017, 15:56 Uhr

Unter die letzten drei Bewerber um den Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung hatte es das Team des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Hollen noch geschafft. Am Ende ging die Auszeichnung am Mittwochabend bei der Preisverleihung in Berlin aber nicht an „Wirf mich nicht weg“ vom RUZ, sondern an den Bundesverband der Tafeln in Deutschland für das Projekt „Lecker tafeln“.

Kommentar von RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens, die mit ihren Mitarbeitern Claudia Kay und Martin Brinkmann in die Hauptstadt gereist war: „Wir fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt – auch wenn wir den Preis nicht bekommen haben.“ Und auch für Claudia Kay war es bereits ein großer Erfolg, überhaupt nominiert worden zu sein.

Insgesamt 168 Bewerbungen

Insgesamt hatten 168 Bewerbungen für den Preis unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ vorgelegen, der in den Bereichen Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft und Bildung vergeben wurde. „14 herausragende Projekte“ kamen in die Endauswahl. Dazu zählte das RUZ-Projekt, das für die Kategorie Gesellschaft und Bildung eingereicht wurde.

Lob von Minister Schmidt

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) vergab zwar den Preis an „Lecker tafeln“, spendete aber jede Menge Lob an das RUZ-Team und würdigte das Umweltzentrum für sein Engagement und seinen Einsatz schon in Grundschulen. Laudator, Sternekoch und Moderator Christian Rach freute sich darüber, dass Schüler bereits deutschlandweit durch das RUZ für das wichtige Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert worden seien. Außerdem kamen lobende Worte vom ehemaligen Umweltminister Alfred Töpfer, der Jury-Vorsitzender war.

In elf Bundesländern unterwegs

Das Projekt „Wirf mich nicht weg“ wurde vor mehr als vier Jahren gestartet. In den vergangenen 15 Monaten ist Claudia Kay damit in elf Bundesländern zu Gast gewesen. Sie hat in insgesamt 70 Grundschulen dritte und vierte Klassen besucht und mit dem RUZ-Projekt mehr als 2000 Personen erreicht.