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Am Fuchsberg soll gebaut werden Seniorenquartier soll in Ganderkesees Osten wachsen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 07.06.2016, 19:09 Uhr

Mit der Überplanung eines rund 12.000 Quadratmeter großen Areals an der Adelheider Straße gibt der Bremer Investor Friedhelm Clasen gegenüber dem Ganderkeseer Freibad den Auftakt zur deutlichen Erweiterung des Senioren- und Pflegequartiers. Bereits jetzt leben und arbeiten in der Anlage „Wohnpark am Fuchsberg“ und der angrenzenden „Jungen Pflege“ 460 Menschen.

Schon durch die „Junge Pflege“ hatte Clasen das Quartier 2013 erheblich ausgeweitet. Dabei hatte er auch Neuland betreten: Das rund sechs Millionen Euro teure Projekt hatte die Fuchsberg-GmbH im Dezember 2013 als bis dato deutschlandweit einzige eigenständige Pflegeeinrichtung in derartiger Größe eröffnet.

Quartier wird ausgebaut

Jetzt will der Investor, der auch Geschäftsführer des Fuchsparks ist, erneut kräftig ausbauen und das Seniorenquartier mit einer Demenzabteilung und weiteren Gebäuden abrunden.

„Es besteht der Bedarf, das Pflegeangebot zu erweitern“, betonte Friedhelm Clasen am Dienstag.

Auch Wohnungsbau

Des Weiteren böte sich der Bereich für eine bauliche Verdichtung im Bereich des Geschosswohnungsbaus an.

Bei der Umsetzung der Planung werde es zu einer „intensiveren baulichen Nutzung im Plangebiet kommen“, beschrieb das Planungsbüro des Investors das Vorhaben.

Hauptgebäude mit Demenzstationen

Laut Clasen sei man in einem frühen Planungsstand. Entstehen soll als Hauptgebäude ganz im Südwesten des Areals, angrenzend an den Fuchsberg, eine Immobilie von mehr als 50 Metern Seitenlänge, die mit der kürzeren Seite zur Adelheider Straße steht.

Dort werden nach Clasens Angaben vier Demenz-Wohnbereiche untergebracht werden. Bisher gibt es nur einen kleineren Demenzbereich am Fuchsberg. Zudem sollen noch drei Stadthäuser, ein mehrgeschossiger Wohnbau sowie sieben Seniorenbungalows entstehen.

Auch Servicewohnen

Auch Servicewohnen werde angeboten: „Das Wohnquartier hat schon jetzt eine hohe Aufenthaltsqualität für Senioren“, betonte Clasen. Nun solle das umfassende Angebot, vom betreuten Wohnen bis zur stationären Pflege, noch weiter ausgeweitet werden.

Baubeginn im Frühjahr 2017

Die Bauten will Clasen wie schon bei dem Gebäude der „Jungen Pflege“ in hellem mediterranem Stil verblenden. „Baubeginn könnte im Frühjahr 2017 sein“, hofft der Bremer Investor. Auch eine Straße lässt Clasen dann durch das Quartier bauen. Die Gebäudehöhen seien noch nicht festgeschrieben, berichtete Ganderkesees Gemeindeentwicklungsleiter Peter Meyer am Dienstag auf dk-Nachfrage. Er erläuterte, dass es noch Spielraum in der Gestaltung des Areals gebe. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung hatte unlängst dem Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch zugestimmt. Unberührt von dem Bauvorhaben bleibt eine Fläche neben der Montessori-Kita. Hier soll später eine Krippe entstehen.