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Am Mittwoch wieder Blutspende Rotes Kreuz rechnet trotz Hitze mit 80 Spendern in Heide

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 18.07.2016, 19:34 Uhr

In der Sporthalle der Grundschule Heide in der Gemeinde Ganderkesee gibt es am Mittwoch, 20. Juli, wieder einen Blutspendetermin. Das DRK hofft auf viele Stammgäste und Erstspender. Beginn ist um 17 Uhr.

Trotz angekündigter Hitze rechnet Astrid Zinner vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gruppe Schierbrok, am Mittwoch, 20. Juli, mit rund 80 Frauen und Männern beim Blutspenden in Heide. Sie sei zuversichtlich, dass wieder viele Blutspender zwischen 17 und 20 Uhr den Weg zur Sporthalle der Grundschule finden. Bei geöffneten Fenstern in der Halle seien die hohen Temperaturen nicht weiter problematisch, so die stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin, die das gute Wetter nicht als Grund gelten lassen möchte, nicht zum Spenden zu kommen. Sie hofft auf viele Stammgäste und Erstspender – „vor allem auf diejenigen mit der seltenen Blutgruppe 0 negativ und der sehr häufigen Gruppe 0 positiv“.

Imbiss für die Blutspender

Das rund zwölfköpfige DRK-Team um Astrid Zinner ist bereits seit Montag dabei, für die Spender einzukaufen, um später belegte Brötchen, Nudelsalat sowie Kartoffelsalat mit Würstchen anbieten zu können. Außerdem sei etwas für diejenigen dabei, die kein Schweinefleisch essen dürfen. Und wer mag, könne sich vorweg mit Butterkuchen stärken.

„Ganz ehrlich sagen, wie gesund man ist“

Spenden dürfen laut DRK-Regionalleiter Jürgen Engelhard alle gesunden Menschen ab dem 18. Lebensjahr bis hin zum 73. Geburtstag. Beim Termin müsse der Spender, dessen Daten zunächst aufgenommen werden und der einen Fragebogen ausfüllen muss, „zu Anfang ganz ehrlich sagen, wie gesund man ist“, so die Schierbrokerin: „Er muss beispielsweise sagen, ob er vor Kurzem im Urlaub vielleicht von irgendeinem Insekt gestochen worden ist und sich dabei möglicherweise infiziert hat“ – was bei der Blutuntersuchung nicht sofort erkennbar sei. Danach werde in einem kleinen Tropfen der Eisengehalt des Blutes überprüft. Sei der Wert okay, folge ein kurzes Gespräch mit dem Doktor, danach beginne die Spendeaktion – zunächst mit drei bis vier kleineren Ampullen, danach schließe sich die große Spende mit etwa 450 bis 480 Millilitern an. Insgesamt dauere alles zusammen eine knappe Stunde, das Spenden alleine etwa zehn bis zwölf Minuten – „je nachdem, ob der Spender mitarbeitet und mitpumpt“, so Astrid Zinner.

Viel Blut bei Krebstherapien benötigt

Blut wird nach Angaben von Engelhard ständig benötigt – vor allem nach Unfällen, bei Operationen und Krebstherapien . Laut Rotem Kreuz erkranken jährlich rund 1800 Kinder in ihren ersten 15 Lebensjahren an Krebs. Meist seien sie während der Therapie auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen, oft über einen längeren Zeitraum hinweg.

Jede Blutspende wird im Labor untersucht

Spender könnten sich nicht nur darüber freuen, anderen Menschen geholfen zu haben. Engelhard zufolge gibt es noch etwas Positives: „Jede Blutspende wird in unseren Labors untersucht. Dabei erkennen wir auch Infektionskrankheiten. Wir testen das Blut auf Hepatitis-A, -B und -C, HIV und auf Antikörper gegen den Erreger der Syphilis und informieren den Spender.“ Außerdem gibt es laut DRK einen Spenderpass, der im Notfall sehr hilfreich sein kann.

Wichtig vor der Aktion: Spender sollten genug gegessen und getrunken haben, sich gesund und fit fühlen. Und wer in den vergangenen vier Monaten weder gepierct noch tätowiert worden ist, sei ebenfalls willkommen, heißt es seitens des Roten Kreuzes.