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Am Rastplatz Hasbruch erwischt Zwei Jahre auf Bewährung wegen illegaler Drogeneinfuhr

Von Alexander Schnackenburg | 02.11.2015, 17:37 Uhr

Hasbruch/Delmenhorst/Oldenburg. Zwei Jahre auf Bewährung statt zwei Jahre und drei Monate ohne Bewährung: Das Landgericht Oldenburg hat am Montag ein Urteil des Amtsgerichts Delmenhorst vom Juni dieses Jahres gegen einen 29-jährigen Angeklagten aus Stettin wegen unerlaubter Einfuhr und unerlaubten Handels mit Drogen erheblich abgemildert.

Der Angeklagte war im November 2014 auf dem Weg aus den Niederlanden nach Polen am Rastplatz Hasbruch in eine Polizeikontrolle geraten. Die Beamten fanden fast 600 Gramm Marihuana und Haschisch in seinem Auto. Später gab der arbeitslose Familienvater an, dass er die Drogen praktisch ungeprüft zum Preis von lediglich 350 Euro in Groningen erworben habe, als er dort Bekannte besucht habe.

Angeklagter: Für Eigenbedarf bestimmt

Wie schon vor dem Amtsgericht Delmenhorst so bestritt der Angeklagte auch vor dem Landgericht Oldenburg, dass er mit den Drogen in seiner Heimat habe handeln wollen. Sie seien ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt gewesen.

Das Landgericht Oldenburg entschärfte das Delmenhorster Urteil mit dem Hinweis, dass der Angeklagte nicht vorbestraft gewesen sei.