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An den Bahngleisen Bookholzberger mit Lärmschutz offenbar zufrieden

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 08.08.2016, 17:20 Uhr

Die immer mal wieder laut werdende Kritik an den Lärmschutzwänden der Deutschen Bahn kann Rüdiger Kieselbach nicht so recht nachvollziehen. „Man kann sich sogar wieder auf unserer Terrasse unterhalten, wenn ein Zug vorbei fährt“, stellt der Bookholzberger fest.

Das sei bis vor einem guten Jahr, als die Wand noch nicht „An der Bahn“ stand, gründlich anders gewesen – kein Wunder, denn Kieselbachs Haus steht nur rund 30 Meter von den Bahngleisen entfernt.

Ein bisschen ärgerlich findet der Anwohner allerdings, dass die Schutzwand den Lärm, den vorbeirauschende Lastwagen erzeugten, nunmehr deutlich hörbar reflektiere. Auch hat er festgestellt, dass die modernen zweigeschossigen Züge zumindest vorn im Haus immer noch mehr als deutlich zu hören seien ebenso wie der Güterverkehr. Insgesamt aber, so Kieselbach, wolle er nicht meckern. Geradezu fasziniert zeigt er sich von den Zügen der Nordwest-Bahn, die man kaum höre, wenn sie vorbeiführen.

Aktionsbündnis hört auch nicht viel

Auch Dieter Holsten, Sprecher des Aktionsbündnisses „Sicherheit und Nachtruhe an der Bahn“ ist im Zuge der Lärmschutzmaßnahmen, welche die Bahn voriges Jahr in Bookholzberg ergriff, nicht viel zu Ohren gekommen. Die Anwohner dort, so sein Eindruck, verfolgten das Geschehen eher gelassen.

Ein Eindruck, der sich auch mit den Beobachtungen Dietmar Mietrachs von der Werbegemeinschaft „Wir in Bookholzberg“ deckt. Allerdings, so Mietrach, hätten bereits mehrere Anwohner angemerkt, dass sich die Schutzwände in unmittelbarer Nähe der Bahngleise stark geräuschdämpfend auswirkten, wohingegen ab einer gewissen Entfernung zu den Bahngleisen kaum eine Rolle spiele, ob dort Schutzwände stünden oder nicht. Mietrach ist gespannt, was die Bookholzberger sagen werden, wenn die Arbeiten komplett abgeschlossen sein werden, die Bahn also auch den Bahnhof Bookholzberg saniert hat.

Arbeiten wohl Ende November beendet

Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilt, wird dies voraussichtlich Ende November der Fall sein. Zuvor müssten die Arbeiter noch das Richtungsgleis nach Delmenhorst in seiner Lage anpassen, es stopfen und schweißen.