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Angler sorgen für belebte Bäche 2250 Jungaale in Hude in Gewässern ausgesetzt

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 09.05.2016, 16:46 Uhr

Der Fischereiverein Hude hat 2250 Jungaale bestellt und am Wochenende ausgesetzt. Der natürliche Bestand reicht nicht mehr fürs Überleben.

Der Fischereiverein Hude hat am Wochenende einen Beitrag zum Überleben des Aals in der Brookbäke, der Kimmer Bäke und der Berne geleistet. Mit seinem Sohn Patrick hat der Vorsitzende Claas Marquardt auf einem Autobahnparkplatz neun Kilo junger Aale in Empfang genommen und in den Gewässern ausgesetzt. „Man muss sich einfach an solch einer Aktion beteiligen“, sagt Marquardt, „der natürliche Aalbestand reicht nicht mehr aus, um der Art das Überleben zu sichern.“

Aktion im Ems-Elbe-Raum

Der Landesfischereiverband Weser-Ems beteiligt sich seit fünf Jahren am Aalbesatz in den Gewässern zwischen Elbe und Ems, hat einen Tankwagen mit 3,3 Tonnen Jungaalen aus französischer Aufzucht bestellt und in der Region verteilt. Die Huder lassen sich die Aktion 500 Euro kosten und haben dafür rund 2250 Jungaale erhalten.

Arterhalt im Vordergrund

„Für messbare Erfolge ist es noch zu früh“, sagt Marquardt, „wichtig ist erst einmal, den Bestand in den Gewässern zu halten, damit der Aal hier weiter zur Wasserfauna gehört.“ Er hofft, dass die Einsatzfreude der Vereine an den entscheidenden Stellen richtig verstanden wird und Hindernisse auf den lebensnotwendigen Wanderwegen der Aale abgebaut werden. Und dass Glasaale endgültig von Speisekarten verschwinden.