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Angst um Schulkinder auch in Rethorn Sorgen um sicheren Schulweg im Neubaugebiet Bargup

Von Thorsten Konkel | 26.11.2018, 20:27 Uhr

Noch vor den ersten Bewohnern macht sich in Bargup die Angst breit: Wie ist es um die Schulwegsicherheit der künftigen Hauseigentümer-Sprösslinge bestellt? Dazu liegt jetzt ein Gutachten vor.

Noch lärmen die Baumaschinen anstelle von Kindern im neuen Bookholzberger Baugebiet. Schon lange bevor die ersten Häuslebauer in Bargup ihre neuen Domizile beziehen werden, hat sich die Politik der Sorge um die dortige Schulwegsicherheit angenommen.

Denn die zu bewältigende Strecke bis zur Grundschule Bookholzberg bietet ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial: Die stark befahrene Bahnstrecke, den Lastwagenverkehr zum Kalksandsteinwerk und die ebenfalls stark benutzte Nutzhorner Straße.

Bereits im Juli 2016 hatte Ratsherr Carsten Jesußek (jetzt Fraktionschef der UWG-Fraktion) ein Schulwegsicherheitskonzept gefordert. Das liegt nun vor, darüber lässt sich morgen der ab 18 Uhr im Rathaus öffentlich tagende Ausschuss für Straßen und Verkehr informieren. Ein Ingenieurbüro hat den Weg vom Neubaugebiet bis zur Grundschule Bookholzberg auf bestehende Mängel und Gefahrenstellen untersucht.

Schulkinder wären bis zu 45 Minuten unterwegs

Die gemessene Strecke von rund 1,8 Kilometern kann von den Grundschulkindern laut den Experten zu Fuß in einer Zeit von 25 Minuten bis zu einer Dreiviertelstunde bewältigt werden. Inbegriffen sind Bahnschrankenschließungen und Straßenquerungen. Mit dem Rad könnten die Kinder ihr Ziel in zehn bis 15 Minuten erreichen. Die Brisanz trotz dieser geringen Entfernung: Die Schülerbeförderungssatzung im Kreis Oldenburg besagt, dass der kostenlose Bus von Erst- bis Viertklässlern ab einer Entfernung von zwei Kilometern zur Schule in Anspruch genommen werden kann. Doch die tatsächliche Distanz werde, so die Experten, auf Basis amtlicher Geodaten anhand des kürzesten nutzbaren Wegs berechnet.

Ist die Schülerbeförderung gerecht geregelt?

Die Folge: Je nach Lage des Grundstücks könnte ein Teil der künftigen Bargup-Kinder einen Anspruch auf den kostenlosen Bustransport haben – und ein Teil nicht. Trotz aller Widrigkeiten, die das umfangreiche Gutachten anführt, kommen die Experten zu einem Schluss: Gezeigt habe sich, dass der Schulweg insgesamt als unproblematisch einzustufen sei. Allerdings sollte beim Bahnübergang „Übern Berg“ sowie andernorts nachgebessert werden.

Um die Schulwegsicherheit geht es am morgigen Mittwoch auch beim Antrag der FDP-Fraktion, alle Bushaltestellen hinsichtlich der Beleuchtung zu überprüfen und nötigenfalls nachzurüsten.

Auch Gefahr amPappelweg erkannt

Insbesondere wird auf die unzureichende Beleuchtung an der Bushaltestelle „Pappelweg“ am Hohenkamp in Rethorn hingewiesen. Laut der für die Schülerbeförderung zuständigen Kreisverwaltung werden von den 19 genannten Haltestellen nur wenige von Schülern genutzt. Nämlich die in Steinkimmen, Bei der Bäke (fünf Kinder) Hohenböken-Block (vier), Hollen, Dreiangel (drei), Ganderkesee, Kreuzung Bürstel (drei), und Hoyerswege, (zwei). Auch in Falkenburg stiegen zwei Kinder zu. Und in Hestern ebenso eines wie in Havekost und in Mönchhof.