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Ankunft am 25. Oktober 2015 Bis zu 100 zusätzliche Flüchtlinge in Wildeshausen

Von Thomas Deeken | 21.10.2015, 19:06 Uhr

Der Landkreis Oldenburg soll am Sonntag, 25. Oktober, bis zu 100 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Das hat Pressesprecher Oliver Galeotti am Mittwoch mitgeteilt, nachdem der Kreis von der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig kurzfristig ein zweites Amtshilfeersuchen erhalten hatte. Nach Angaben Galeottis sollen alle Flüchtlinge in der Sporthalle des Gymnasiums Wildeshausen und in der Widukindhalle untergebracht werden.

Ziel ist es laut Kreispressesprecher, in den beiden Turnhallen bis zu 350 Plätze für die Flüchtlinge zu schaffen. In der vergangenen Woche war Landrat Carsten Harings bereits aufgefordert worden, Unterkünfte für insgesamt bis zu 300 Flüchtlinge zu schaffen – 100 am vergangenen Freitag, 100 am Montag sowie 100 am Donnerstag, 22. Oktober. Von den ersten angekündigten 200 Flüchtlingen sind Galeotti zufolge knapp 150 in Wildeshausen geblieben. Wie viele am Donnerstag und wie viele am Sonntag tatsächlich bleiben, sei völlig offen. Ebenso wenig sei bekannt, aus welchen Ländern die Personen stammen und welcher Religion sie angehören.

Laut Landesaufnahmebehörde sollen die Menschen lediglich für rund vier Wochen bleiben. Das heißt: diejenigen, die am Sonntag zusätzlich kommen, bis zum 22. November.

Krisenstab des Landkreises bespricht Details

Der Krisenstab des Landkreises will am Mittwoch erneut zusammenkommen, um Details zu besprechen. Dabei geht es nach Angaben Galeottis unter anderem um das Thema Verpflegung und um die konkrete Unterbringung der Personen. Es gebe Ideen, Familien mit den derzeit fast 40 Kindern in der einen Halle unterzubringen und Einzelne in der anderen. Darüber hinaus soll überlegt werden, möglicherweise Abteile in den Sporthallen zu schaffen, um die Privatsphäre der Menschen zu schützen.

Laut Galeotti müssen andere Kommunen wie die Gemeinde Ganderkesee derzeit nicht damit rechnen, für zusätzliche Flüchtlinge Unterkunft bereitzustellen. Sollte es allerdings weitere Amtshilfeersuchen geben, müsse wieder neu nachgedacht werden.