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Anliegerbeitrag soll fallen Hude will für Straßensanierung Steuern anheben

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 30.01.2018, 10:18 Uhr

Kurze Straße, große Wirkung: Nach Streit über den Anliegerbeitrag für die Sanierung einer kurzen Straße in Hude-Süd will die Gemeinde auf die Steuerfinanzierung umsteigen.

Die Gemeinde Hude will künftig bei der Sanierung von Straßen auf Anliegerbeiträge verzichten und die entsprechende Satzung aufheben. Die Lücke im Gemeindehaushalt soll durch erhöhte Grundsteuern geschlossen werden, was eine Mehrbelastung für alle Grundstückseigentümer bedeutet. Die Mieter sind mit im Boot, weil die Grundsteuer auf den Mietzins umgelegt werden kann.

Überbelastung Einzelner

Anlass der aktuellen Diskussion im Rathaus ist der Streit über die Sanierung der gerade einmal 81 Meter langen Flensburger Straße in Hude-Süd. Unübersehbar sind dort Versackungen des Jahrzehnte alten Betonsteinpflasters und gefährliche Kanten an den Gullys. Den bisher gültigen Regeln zufolge müssten die Anwohner 70 Prozent der Sanierungskosten tragen. Dagegen wehren sie sich vor allem mit dem Argument, die Gemeinde habe die Sanierungskosten durch jahrzehntelanges Nichtstun angespart. Auf die finanzielle Überlastung Einzelner, insbesondere Hochbetagter, wurde ebenfalls verwiesen.

Bei Steuer Luft nach oben

Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung hat sich abgezeichnet, dass es im Rat eine klare Mehrheit gegen die Anliegerbeiträge und für die Steuererhöhung gibt. Auch Bürgermeister Holger Lebedinzew sieht bei der Steuerbelastung Luft nach oben. Hude fände sich in guter Nachbarschaft wieder: Ganderkesee hat sich im Dezember von den Anliegerbeiträgen verabschiedet.