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Anwohner besorgt Mann haust in Bushaltehäuschen in Heide

Von Kristina Müller | 08.08.2017, 21:03 Uhr

Anwohner in Heide sind besorgt: Ein Mann treibt sich in den Bushaltehäuschen an der Schönemoorer Landstraße herum, Schulkinder reagierten schon verängstigt. Und es gibt eine Vorgeschichte.

Seit Tagen fällt den Anwohnern in Heide ein Mann besonders ins Auge. Er soll sich vor allem in verschiedenen Bushaltehäuschen aufgehalten und dort auch teilweise übernachtet haben.

Laut Bernd Schulte, Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, ist der Betreffende an den Haltestellen vom Schulweg bis zum Tannenweg die Schönemoorer Landstraße entlang gesehen worden – auch morgens noch. „Die Anwohner sind aufmerksam darauf geworden, weil die Schulkinder doch verängstigt sind“, berichtet Schulte. Inzwischen ist der Mann Thema vieler Gespräche im Ort. Vergangene Woche soll er sich vor einem Supermarkt und auch vor einer Gaststätte aufgehalten haben.

Auf Flughafen von São Paulo auffällig gewesen

Es gibt zu dem Mann eine Vorgeschichte. Es soll sich um dieselbe Person handeln, die Ende März auf dem Flughafen von São Paulo für internationale Schlagzeilen gesorgt hatte. Das brasilianische Fernsehen hatte von mehreren Attacken des Mittvierzigers auf Frauen und psychischen Problemen berichtet.

Ortsvereinsvorsitzender Schulte hat nach eigenen Worten erst am Montag nach seinem Urlaub von der Situation erfahren. Sein Stellvertreter Harm Ehlers habe ihn informiert. Zuletzt hat Schulte den Mann am Montag an der Ecke zum Tannenweg gesehen.

Polizei hat bereits reagiert

Am gleichen Tag sei der Mann auch von der Polizei angesprochen worden. „Die Polizei hat reagiert und gehandelt“, betont Schulte. Auch das Ordnungsamt sei auf den Mann zugegangen, berichtet Gemeindesprecher Hauke Gruhn: „Polizei und Ordnungsamt können Platzverweise aussprechen“, allerdings seien diese nur kurzfristig.

Das Angebot, ihn in einer Einrichtung der Gemeinde unterzubringen, hat der Mann laut Gruhn abgelehnt. „Wir haben keine Handhabe, ihn zu zwingen“, so der Sprecher. „Die Gemeinde hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft.“ Inzwischen sei der Landkreis Oldenburg kontaktiert worden, der über weitere Handhaben verfüge.

Laut Polizeisprecherin Désirée Krikkis befindet sich der der Mann derzeit nicht vor Ort: „Wir gehen davon aus, dass er irgendwo untergekommen ist.“ Die Abwesenheit könne aber auch nur von kurzer Dauer sein.