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Arbeiten in Ganderkesee starten in Ferien Belüftung ist bei Gymnasium-Projekt noch ein Problem

Von Thomas Deeken | 04.06.2015, 22:39 Uhr

Mit positiven Eindrücken ist Dr. Renate Richter, Schulleiterin des Gymnasiums Ganderkesee, am Donnerstagnachmittag aus Bad Essen zurückgekehrt. Dort hatte sie sich im Gymnasium mit Kollegen über vier verschiedene Belüftungsanlagen informiert. Zwei dieser Anlagen hätten ihr derart gut gefallen, dass sie sich eine davon auch für den geplanten Erweiterungsbau am Gymnasium vorstellen könne, sagte die Schulleiterin, für die das Thema Belüftung derzeit noch ein großes Problem sei.

„Besonders leise Anlagen, trockene, aber bessere Luft“ – so lautete das kurze Fazit nach der Inforeise. Außerdem ließen sich alle Fenster öffnen. Das sei für Richter besonders wichtig und im aktuellen Neubau-Plan in der Art nicht verzeichnet. Darüber hinaus müsse die Belüftungsanlage auch ausschaltbar sein. Alles in allem möchte sie derzeitige Bedenken bei der Belüftung wie „zu laut, zu zugig und zu uneffektiv“ bereits im Vorfeld der Bauarbeiten ausräumen. Denn sie habe auch eine Fürsorgepflicht: „Für mich ist es wichtig, dass es den Lehrern und Schülern in den Räumen gut geht“, so die Direktorin.

4,25 Millionen teurer Erweiterungsbau

Laut Ludger Krone, zuständiger Bauplaner beim Landkreis Oldenburg, soll mit den Arbeiten am 4,25 Millionen teuren Erweiterungsbau in den Sommerferien begonnen werden. Dann entsteht ein neues, rund elf Meter hohes Gebäude auf dem Schulhof parallel zur Schulbus-Ein- und Ausfahrt. Die Schulleiterin hätte es gerne gesehen, wenn der Bau direkt auf der Grenze entstehen könnte, damit die Schulhof-Fläche vor dem Gebäude um geschätzte 120 Quadratmeter größer wäre. Allerdings kam laut Krone ein deutliches Nein von der Baugenehmigungsbehörde. Das heißt: Es müsse ein Mindestabstand von drei Metern eingehalten werden.

Schülerideen für Aufenthaltsraum

Mit dem Gebäude selbst sei Richter allerdings sehr zufrieden. „Wir freuen uns wirklich, dass wir einen Erweiterungsbau bekommen, der deutlich bessere Möglichkeiten bietet, als wir bisher haben“, sagt sie. Nach Angaben des Bauplaners entstehen auf drei Etagen 17 allgemeine Unterrichtsräume, sieben Gruppenräume zum Arbeiten, zwei große PC-Räume, eine PC-Werkstatt sowie ein -Lagerraum, ein Multifunktionsraum und Toiletten. Dazu kommt ein Schüleraufenthaltsraum , für den eine Gruppe von Kunstschülern zahlreiche Ideen hinzugesteuert hat und die laut Krone bereits an die Fachplaner weitergegeben worden sind.

Fertigstellung in eineinhalb Jahren

Mit der Fertigstellung rechnet der Bauplaner in etwa eineinhalb Jahren. Danach sollen die acht Container-Klassen verschwinden und der Schulhof neu gestaltet werden. Das sei auch kein Problem, betont Krone. In der nächsten Zeit gehe es aber erst einmal um den Erweiterungsbau.

Und wenn Neubau und Schulhof fertig sind, gibt es weitere Pläne: So sollen fünf Klassenzimmer zu Fachräumen umgebaut werden – für Kunst, Musik, Chemie, Physik und Biologie.