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Arbeitskreis Energie in Ganderkesee Windenergieanlagen in Grüppenbühren weiter umstritten

Von Antje Cznottka | 12.08.2015, 17:53 Uhr

Den Ausbau der Windenergie in der Gemeinde Ganderkesee diskutierten am Dienstag, 11. August 2015, Anwohner, Vertreter der SPD und Mitglieder des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh beim ersten Treffen des Arbeitskreises Energie.

Der Arbeitskreis Energie wurde ins Leben gerufen, um Gedanken, Vorschläge und Ideen zu entwickeln, die an die Politik, die Gemeinde, die Landes- und die Bundesregierung weitergegeben werden können“, erklärt Rolf Oetken, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ganderkesee. Die SPD in Ganderkesee müsse eine Haltung zu den regenerativen Energien Windkraft, Fotovoltaik und Biogas entwickeln. „Der Arbeitskreis soll mit einer gewissen Kontinuität die Politik begleiten“, sagt Gustav Förster, Pressesprecher des SPD Ganderkesee. Dazu wird sich der Arbeitskreis Energie, der für alle Interessierten offen ist, in vier Wochen wieder treffen.

Ganderkeseer wollen Beitrag leisten

Einig waren sich die Anwesenden, dass Windenergie ein wichtiger Bestandteil der erneuerbaren Energien und damit der Energiewende sei. „Wir sind auch bereit unseren Beitrag dazu zu leisten“, berichtet Reinhard Siemer vom Heimat- und Ortsverein. „Am Ist-Zustand haben wir nichts auszusetzen.“ Allerdings fürchten er und andere Anwohner, dass größere Anlagen eine unzumutbare Belästigung durch Lärm und Schattenwurf mit sich bringen könnten. Darüber hinaus wünsche er sich einen „behutsameren Umgang“ mit den Anliegern.

Höhe und Entfernung zu Wohnhäusern ist kein Argument gegen Windenergieanlagen

Werner Brakmann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Ganderkeseer Gemeinderat, lässt das Argument der Belästigung nicht gelten. Trotz der fortgeschrittenen Technik, die Schattenwürfe und Lärm vermeiden solle, könne eine gewisse Belästigung für Anwohner nicht ausgeschlossen werden. „Höhe und Entfernung der Anlagen können aber keine Kriterien sein.“ Erst mögliche Gesundheitsschäden seien ein Argument gegen die Anlagen. „Allerdings sind die Auswirkungen von beispielsweise Infraschall noch nicht ausreichend geklärt“, sagt er. Bis dahin stehe das Thema still.