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Arbeitskreis organisiert sich neu Ganderkesee: Der A.S.G. hat eine Zukunft

Von Katja Butschbach | 08.06.2015, 20:32 Uhr

Der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen Ganderkesee hat für seinen Fortbestand eine neue Lösung gefunden: Er soll umstrukturiert werden.

Der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen (A.S.G.) ist voraussichtlich gerettet: Der A.S.G. soll nicht mehr in der Rechtsform Verein geführt werden, sondern in anderer Struktur weiterarbeiten. Nach der Abstimmung für diese Lösung, bei der es eine Enthaltung und ansonsten breite Zustimmung gab, zeigte sich Vorsitzende Doris Josquin Montagnachmittag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung sehr erleichtert. „Das ist doch prima. Dann haben wir das doch geschafft“, sagte sie.

Mit dieser Entscheidung entfiel auch die eigentlich geplante Wahl eines neuen Vorstands. Lange hatte der A.S.G. nach Bürgern gesucht, die im Vorstand mitarbeiten wollten: Denn der gesamte Vorstand musste neu besetzt werden, weil die Amtsinhaber aus verschiedenen Gründen nicht wieder kandidieren wollten. Eine Satzungsänderung war angedacht, um auch Bürgern die Mitarbeit zu erlauben, die ihren Wohnsitz nicht in Ganderkesee haben.

Der Antrag für die nun vom A.S.G. favorisierte Lösung kam von Erwin Drefs von der Lebenshilfe. Die Gemeinde solle künftig für die Organisation und Koordination des A.S.G. zuständig sein, „wie andere Gemeinden und der Landkreis das machen“. Er spricht sich dafür aus, dass es in Ganderkesee einen Behindertenbeauftragten geben solle.

Erster Gemeinderat Rainer Lange betonte, dass der Gemeinde der A.S.G. wichtig sei. Seine Arbeit benötige man auf jeden Fall auch weiterhin. Die politische Diskussion müsse zeigen, ob die Arbeitsgruppe einen Sprecher wähle oder ob es einen Behindertenbeauftragten geben solle. Der Gemeinde sei es wichtig, weiterhin einen festen Ansprechpartner zu haben – wie es mit Doris Josquin der Fall sei.

Auch Erika Schröter (SPD) sagte: „Auf den A.S.G. zu verzichten, fände ich ganz schlimm.“ Uwe Lisson (Seniorenbeirat) merkte an, dass er sich schämen würde, wenn es den A.S.G. nicht mehr gäbe.

„Wir haben viele Dinge erreicht“, sagte Josquin – und nannte blindengerechte Ampeln, ein barrierefreies SaunaHuus und Mitspracherecht bei Pflasterungen als Beispiele. Der Verein A.S.G. soll am 5. Oktober bei einer Versammlung aufgelöst werden. Der Sozialausschuss berät im September.