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Arbeitsplätze bleiben erhalten Ganderkeseer Volkswind Gruppe geht an Schweizer Konzern

Von Thorsten Konkel | 23.07.2015, 18:22 Uhr

Mit der Übernahme durch den Schweizer Energiekonzern Axpo will die Volkswind Gruppe mit Sitz in Ganderkesee die Weichen für eine Expansion in einem stark wachsenden Markt mit immer mehr Mitbewerbern stellen: „Die Übernahme ist von uns angestoßen worden“, sagte Dr. Malte Huchzermeier, einer von drei Volkswind-Geschäftsführern, dem dk.

Aus eigener Stärke heraus sei es an der Zeit gewesen, in einem starken Mutterkonzern, der dem Mittelständler freie Hand lässt, eine weiteren Wachstumsschub voranzutreiben“, betonte Huchzemeier. Der Kaufvertrag sei am 15. Juli unterschrieben worden.

Zum Kaufpreis wollte das Unternehmen keine Stellungnahme abgeben. Über die Modalitäten haben beide Partner Stillschweigen vereinbart.

Pionierarbeit geleistet

Mit der Inbetriebnahme der ersten 500 kW Windenergieanlage im Jahr 1993 durch die beiden Gründer Martin Daubner und Matthias Stommel gehört Volkswind zu den Pionieren unter den unabhängigen deutschen Energieerzeugern.

Deutsch-französische Kernmärkte

Mit der Fokussierung Onshore-Windparks sowie auf die Kernmärke Deutschland und Frankreich konnte Volkswind nach eigenen Angaben seine Marktposition kontinuierlich ausbauen. Die Ganderkeseer betreiben bisher 31 Windparks. In Frankreich sind aktuell 460 MW baugenehmigt, um kurzfristig gebaut zu werden. Darüber hinaus befinden sich weitere 2500 MW in verschiedenen Entwicklungsstadien. Hinzu kommt ein Eigenbestand von 200 MW, zählt Volkswind auf.

25 Beschäftigte in Ganderkesee

Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 60 Mitarbeiter, 25 davon am Standort Ganderkesee. Ein Personalabbau am Standort sei nicht beabsichtigt, betonte Huchzemeier. Möglicher weise könnte es sogar Neueinstellungen geben.