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Atlas Air Service und Embraer Ganderkeseer Unternehmen mit neuem Partner auf Kurs

Von Thomas Breuer | 08.03.2016, 16:43 Uhr

Im Herbst 2015 ist das Unternehmen Atlas Air Service (AAS) mit Stammsitz in Ganderkesee eine Verbindung mit dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer eingegangen – und sieht sich damit auf einem guten Weg. Als seitdem exklusiver Vertriebspartner für Deutschland, Schweiz und Österreich hat AAS bereits im Dezember die ersten beiden Maschinen ausgeliefert, , eine davon an einen Kunden im norddeutschen Raum.

Am Montagabend ist die noch junge Partnerschaft im AAS-Servicecenter am Flughafen Bremen ausgiebig gefeiert worden – mit Kunden, hochrangigen Embraer-Vertretern, der brasilianischen Botschafterin in Berlin und Sambaklängen. Die Zielsetzung der Gastgeber ist ehrgeizig. Laut Dörthe Dreher aus dem Vertrieb hat sich AAS zum Ziel gesetzt, jährlich zwölf Maschinen zu veräußern.

Executive Jets gibt es ab 4,8 Millionen Dollar

Zwar baut Embraer als einer der Global Player in der Branche auch große Passagiermaschinen, das Geschäft von AAS aber sind die kleineren Modelle für Geschäftsreisende, sogenannte Executive Jets. Hier gilt das Augenmerk vor allem den Baureihen Phenom und Legacy. Die freilich auch schon ihren Preis haben. Wer sich etwa für die kleine Phenom 100 interessiert, sollte um die 4,8 Millionen Dollar im Portemonnaie haben. „Unsere Abnehmer sind sowohl private Kunden als auch Chartergesellschaften“, sagt Dreher.

Auch weil AAS mit seinen verschiedenen Standorten und seinen vielen Sparten (siehe Kasten) nicht nur Produkte, sondern auch den passenden Service bieten kann, genießt das Unternehmen in der Branche laut Dreher einen guten Ruf. Dass es im Verkauf offenbar ausreichend zu tun gibt, zeigte sich an der jüngst erfolgten Aufstockung ihres Bereichs um einen jetzt für Österreich und die Schweiz zuständigen Mitarbeiter.

Zertifizierung für Embraer-Service läuft

Der Erfolg der Embraer-Schiene ist insofern bemerkenswert, als das AAS zuvor über mehrere Jahrzehnte eine Adresse für Cessna-Kunden war. Diese sind, was die Wartung betrifft, zwar immer noch an der richtigen Adresse, doch aus dem autorisierten Cessna-Service-Center ist quasi eine freie Werkstatt geworden. Derzeit laufen die Zertifizierungsprozesse, um künftig als autorisiertes Embraer-Service-Center auftreten zu können. Die Aufgabe des Cessna-Vertriebs war aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen erfolgt.

Die Faszination der Branche soll AAS weiter prägen. „Da sind so viele mit Enthusiasmus dabei“, sagt Dörthe Dreher, die seit 2009 im Unternehmen ist.