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Ausbau beschlossen In Ganderkesee geht es mit dem Neuen Markt voran

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 26.05.2016, 23:41 Uhr

Der Neue Markt in Ganderkesee soll wie vorgesehen ausgebaut werden. Das hat der Gemeindeentwicklungsausschuss am Donnerstagabend beschlossen. Ganz im Sinne der Kaufleute sollen dabei auch Parkplätze in angemessener Anzahl geschaffen werden.

Mit deutlicher Mehrheit hat der Ganderkeseer Gemeindeentwicklungsausschuss am Donnerstagabend den Umbau des Neuen Markts auf den Weg gebracht.

Grüne und UWG lehnen Pläne ab

Lediglich die Grünen und UWG-Ratsherr Otto Sackmann hatten dagegen gestimmt, nachdem Dr. Volker Schulz-Berendt (Grüne) zuvor mit einem Antrag, alle weiteren Planungen auszusetzen und ein Mediationsverfahren einzuleiten, gescheitert war.

„Entscheidungsprozess abgewürgt“

Schulz-Berendts Auffassung, dass mit einem Beschluss ein demokratischer Entscheidungsprozess um den Markt abgewürgt werde, mochte die Ausschussmehrheit nicht folgen:

„Intensive Bürgerbeteiligung“

„Es hat noch nie eine so intensive und so lange Diskussion und Bürgerbeteiligung gegeben wie beim Neuen Markt“, stellte Marion Daniel (FDP) fest. „Wir sind in der Pflicht, endlich eine Entscheidung zu treffen, die Kaufleute warten darauf“, machte auch Cindy Klüner (CDU) ihrem Unverständnis Luft. „Wir müssen zum Ende kommen, es wird auf einen Kompromiss hinauslaufen, der nicht jedem gefällt“, sagte Christel Zießler (SPD).

Kreye-Konzept kann punkten

Auf der Grundlage des Kreye-Konzepts soll jetzt – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – zunächst der östliche Teil überplant werden. Im Westteil des Marktplatzes (Wochenmarktplatz) sollen „Parkplätze in angemessener Anzahl“ zur Verfügung gestellt werden, die über Zu- und Abfahrten zur Rathausstraße und zum Grünen Weg erreichbar sind.

Kaufleute erleichtert

Unmittelbar nach der Abstimmung zeigte sich Wilm Denker, stellvertretender Vorsitzender des Ganderkeseer Kaufleutezusammenschlusses GanterMarkt, im Namen der örtlichen Kaufleute und Immobilienbesitzer erleichtert.

Klares Bekenntnis zu Parkplätzen

„Das ist ein klares Bekenntnis zu genügend Parkplätzen. Die sind für uns Kaufleute überaus wichtig. Schon in der vorangegangenen Diskussion hatte Christel Zießler das Einkaufsverhalten der Bürger erklärt: „Heutzutage fährt man zum Einkaufen, man geht nicht mehr“. Arnold Hansen (Freie Wähler) brachte diesen Trend auf den Punkt: „Wenn wir keine Parkplätze schaffen, dann ist die Rathausstraße tot!“

„Marktplatz ist kein Festplatz“

Angesichts der bald durch Wohnbau wegfallenden 32 Hagstedt-Parkplätze und später im östlichen Marktbereich nach dem Umbau nicht mehr vorhandener Stellflächen hatte Cindy Klüner deutlich gemacht, dass auch ihre Fraktion grundsätzlich für den Verwaltungsvorschlag stimmen werde – und gegen mobile Stadtmöbel: „Für Veranstaltungen gibt es den Festplatz und den Arp-Schnitger-Platz“.

Ob der Beschluss nun eine „grobe Richtungsentscheidung“ oder eine „klare Zielvorgabe“ ist, darüber gingen die Meinungen auseinander. Für Wilm Denker ist klar: „Wir Kaufleute bleiben am Ball und stehen gerne beratend zur Seite“.