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Ausbildungsinitiative „ZWAIG“ Schüler erkunden Berufswelt des Handwerks in Hude

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 20.10.2016, 16:41 Uhr

Wer nach der Schule zunächst eine solide handwerkliche Ausbildung absolviere, mache alles richtig, ganz gleich, ob er dem Handwerk langfristig treu bleibe oder studiere, beziehungsweise eine Bürotätigkeit anstrebe. So zumindest sieht es Thomas Sprock, einer der Geschäftsführer der Urban GmbH & Co. KG, die sich auf Fütterungstechnik für Kälber spezialisiert hat.

Am Donnerstag haben Sprock und sein Team zusammen mit der Ausbildungsplatzinitiative „ZWAIG“ acht Schüler der Oberschule Hude durch ihre Firma geführt. Die Schüler gewannen auf diese Weise Einblicke in die Berufe des Metallbauers mit Fachrichtung Konstruktionstechnik, des Elektroanlagemonteurs und des Kaufmanns im Groß- und Einzelhandel.

In letztgenanntem Ausbildungsberuf bilde das Unternehmen erst seit wenigen Jahren aus, berichtete Geschäftsführerin Nicole Urban-Sprock den Schülern.

Automaten für Milchpulver

Denn die Firma vertreibe ihre Automaten, welche Milchpulver in passenden Verhältnissen für Kälber verquicke, mittlerweile in über 50 Ländern. Hierfür seien viel mehr Bürokräfte vonnöten, als sie lange Zeit gedacht habe. Auch spielten Fremdsprachenkenntnisse eine wichtige Rolle im Unternehmen. Englisch sei unentbehrlich.

Azubis wachsen mit Aufgaben

Allerdings habe sich über die Jahre gezeigt, dass die Auszubildenden – wie die übrigen Mitarbeiter des Unternehmens – nicht nur mit ihren Aufgaben wüchsen, sondern auch oft erst anhand der praktischen Arbeit herausfänden, was ihnen am meisten Freude bereite. „Und was einem Spaß macht, macht man auch gut“, so Sprock. Er könne Schüler daher nur dazu ermuntern, einfach mal das eine oder andere Praktikum zu machen, um sich auszuprobieren und sich in der Folge möglichst planvoll der Berufswahl zu widmen.

Komplexe Fütterungstechnik

Wie komplex allein in der Fütterungstechnik für Kälber diverse handwerkliche wie kaufmännische Arbeiten ineinandergreifen, davon konnten sich die Schüler gestern unter anderem in den Metallbauwerkstätten der Urban GmbH & Co. KG ein Bild machen. „Nur“ Männer arbeiteten dort, konstatierte eine Schülerin spontan treffend. Metallbaumeister Henning Scholz aber versicherte ihr, dass sich sein Beruf ebenso gut für Frauen eigne und Frauen in der Firma zudem herzlich willkommen seien.