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Ausschuss berät über GTV-Wünsche Politik will Lösungen für Tennissport in Ganderkesee suchen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 15.11.2017, 22:06 Uhr

„Tennis anbieten zu können ist ein Standortfaktor.“ Das hat Bürgermeisterin Alice Gerken am Mittwochabend im Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport deutlich gemacht, als es um die Existenz des Tennissports im Ort Ganderkesee ging.

Damit gab sie zumindest ein positives Signal in Richtung Ganderkeseer Tennisverein (GTV), der – wie berichtet – nur noch bis Ende 2018 die Anlage am Schlutterweg nutzen darf, weil dann der Pachtvertrag abläuft. Jetzt hofft der GTV auf einen Zuschuss von der Gemeinde in Höhe von 150000 Euro für eine neue Vereinsanlage und auf ein voll erschlossenes Grundstück. Darüber haben die Ausschussmitglieder am Abend allerdings noch nicht abgestimmt, weil es zunächst lediglich um eine Mitteilung an die Politik und nicht um eine Beschlussempfehlung ging.

Erst Ortsbesichtigung, dann Gespräche

Die Bürgermeisterin machte den Vorschlag, sich vor der nächsten Sitzung des Ausschusses sowohl die Tennisanlage in Ganderkesee, als auch die in Bookholzberg und Rethorn anzuschauen, um sich ein genaueres Bild zu machen und um besser ins Gespräch kommen zu können. Das klare Ziel dabei, so Gerken: „Wir sollten versuchen, eine Lösung zu finden, um weiterhin Tennissport anzubieten.“

Solides Finanzierungskonzept benötigt

Ralf Wessel, stellvertretender Fraktionschef der CDU und selbst Tennisspieler im GTV, betonte: „Wir brauchen jetzt ein solides Finanzierungskonzept.“ Es sei wichtig, gemeinsam mit dem Verein Gespräche zu führen und auch über Fördermöglichkeiten zu sprechen. Dazu erklärten sich alle Fraktionen bereit.

„Bauchschmerzen“ bei Freien Wählern

Allerdings haben die Freien Wähler laut Volker Schmidt „große Bauchschmerzen“, dem Wunsch der Vereinsspitze in puncto Zuschuss und Grundstück zuzustimmen. Im Übrigen müsse der GTV aufpassen, dass er sich finanziell nicht übernimmt.

Verweis auf „individuelle Lösungen“

Jens Volbert (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte an die Förderrichtlinien, nach denen bis zu 50000 Euro zur Verfügung gestellt werden können. Man sollte über Kooperationsmöglichkeiten nachdenken und überprüfen, ob das vom Verein vorgelegte Konzept tatsächlich realistisch oder ob mit weiteren Kosten zu rechnen ist. „Sportvereine werden in unserer Gemeinde äußerst großzügig behandelt“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel und machte den Tennisspielern Mut. Es gebe zwar Richtlinien, „wir haben aber auch individuelle Lösungen gefunden“.

GTV-Vorstand zunächst zufrieden

Heiko Kuhrke und Wiard Hafermann, beide 2. Vorsitzende des GTV, zeigten sich in der Bürgerfragestunde nach den Äußerungen der Bürgermeisterin und der Politiker zufrieden. Der Vorstand werde alles für ein tragfähiges Konzept hinzusteuern, hieß es. Abschließender Kommentar Hafermanns: „Ich habe das Gefühl, dass wir gehört wurden.“