Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ausschuss in Ganderkesee Weichen für Vergrößerung des Baugebiets Orthstraße gestellt

Von Thomas Deeken | 24.11.2018, 16:21 Uhr

Das neue Wohngebiet an der Orthstraße in Falkenburg wird voraussichtlich vergrößert. Zumindest haben die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung in ihrer jüngsten Sitzung mit deutlicher Mehrheit dafür gestimmt, das Verfahren in Gang zu bringen, um den Bebauungsplan 257 „Falkenburg – östlich Orthstraße/südlich Am Lindenhoff“ aufzustellen.

Lediglich Dr. Volker Schulz-Berendt von den Grünen, der im Ausschuss einmal mehr auf die „inflationäre Ausweisung von Baugebieten in der Gemeinde Ganderkesee“ hingewiesen hat, war dagegen. Arnold Hansen, Fraktionschef der Freier Wähler, und Thorsten Busch von der UWG enthielten sich.

Genügend Platz in Kindergarten und Schule

Bei dem möglichen Bauland handelt es sich um eine etwa 1,1 Hektar große Fläche, die sich direkt an das jüngste Baugebiet anschließt, in dem inzwischen keine Grundstücke mehr frei sind. Eine positive Nachricht seitens der Verwaltung vorweg: Es gebe genügend Plätze in Kindergarten und Schule. Da müsse wegen des Baugebiets nicht neu gedacht werden.

Mehrheitlich für Bauen südlich Wagnerstraße

Mit dem gleichen Ergebnis stimmte der Ausschuss außerdem für den Bebauungsplan 256 „Ganderkesee – südlich Wagnerstraße“, der als Satzung beschlossen werden soll. Dort geht es um fünf Grundstücke, die Anwohnern der Wagnerstraße und der Beethovenstraße gehören und auf denen künftig gebaut werden darf.

Keine Gegenstimme zum Bauen im Ortskern

Ohne Gegenstimme sprach sich der Ausschuss für den Bebauungsplan 250 „Ganderkesee – Lindenstraße/Rathausstraße“ aus. Die Hoffnung einiger Ausschussmitglieder: Die ortsprägenden Bäume im Ortskern sollten erhalten bleiben. Dazu Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung: „Ich habe in keinem Fall einen Hinweis erhalten, dass dort Bäume gefällt werden sollen. Aber das kann sich auch ändern.“ Ausnahmsweise gab es diesmal auch die Stimmen von den Grünen, weil es sich im Ortskern um „Bauen im Bestand“ handele – und dazu den Hinweis, das Thema Lindenstraße als Fahrradstraße weiterverfolgen zu wollen.

Idee Baugebiet Schulweg/Heuweg vertagt

Vertagt wurde das Thema Ausweisung eines Baugebiets am Schulweg/Ecke Heuweg in Heide. Die Verwaltung hatte zwar zunächst vorgeschlagen, von dieser Idee Abstand zu halten. SPD-Ratsherr Rolf Oetken wollte aber mehr Informationen über Gespräche zwischen Gemeinde und Eigentümer der dortigen Fläche. Das soll jetzt später erfolgen. Mit der Vertagung dieses Themas kam der Ausschuss auch Hinnerk Twietmeyer, Vorsitzender des Bürgervereins Heide-Schönemoor, entgegen, der in der Bürgerstunde bereits um eine Vertagung gebeten hatte. Er hatte sich im Vorfeld positiv zum Antrag der SPD geäußert – ganz anders als zum geplanten Baugebiet zwischen Heuweg und Heider See. In der Fragestunde betonte er, er habe nichts gegen sozialen Wohnungsbau, „wir wollen dort aber keinen sozialen Brennpunkt“.

Grundstücksankauf in Schönemoor abgelehnt

Mehrheitlich abgelehnt wurde schließlich der SPD-Antrag, Grundstücke am Weg Am Uhlenkamp in Schönemoor zu kaufen, um dort Häuser bauen zu können. Ein wichtiges Argument dagegen: Im Flächennutzungsplan sind diese Flächen ausnahmslos als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt.