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Ausschuss stimmt Vorentwurfsplanung zu Bau neuer Kita im Gebiet „Urneburger Feld“ verzögert sich

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 19.05.2016, 23:33 Uhr

Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft haben sich am Donnerstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, eine Vorentwurfsplanung einschließlich Kostenschätzung für eine dreizügige Kindertageseinrichtung im Ort Ganderkesee in Auftrag zu geben. Zusätzlich soll nach einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen geprüft werden, was ein Bau im Passivhausstandard kosten würde.

Einig waren sich die Ratsfraktionen auch beim Standort: Die neue Kindertageseinrichtung mit einer Kindergartengruppe und zwei Krippen soll auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche im Plangebiet „Urneburger Feld/südlich Oldenburger Straße“ mit direkter Zuwegung von der Oldenburger Straße entstehen. Das Problem dabei, so Erster Gemeinderat Rainer Lange: Es gebe eine zeitliche Verzögerung. „Wir kommen wegen Grundstücksverhandlungen des Investors mit der Bauleitplanung nicht weiter. Wir als Gemeinde können da kaum etwas beschleunigen.“

Mit Fördermitteln kaum zu rechnen

Das bedeute zusätzlich: Der Bau, dessen Kosten auf mehr als eine Million Euro geschätzt werden, werde für die Gemeinde teurer. Denn mit Fördermitteln sei kaum zu rechnen, weil eine Krippe nur gefördert werde, wenn sie bis zum 31. Dezember 2017 fertig sein würde. Weil es aber immer noch keinen Bebauungsplan gebe, sei es eher unwahrscheinlich, den Termin zu schaffen. Laut Peter Meyer, Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung, sollen die Grundstücksverhandlungen im Sommer abgeschlossen sein, informierte Lange nach einem Gespräch mit Meyer. Der Bebauungsplan könne dann in etwa einem Jahr vorliegen.

Marbach für Kita aus einem Guss

Einig waren sich die Ratsmitglieder über die Notwendigkeit eines Neubaus für die Betreuung von Kindern. Für Edith Ohlenbusch (SPD) sei eine Erweiterungsmöglichkeit wichtig. Elke Bothe (Freie Wähler) meinte, man solle jetzt nicht kleckern, sondern klotzen und etwas Großes entstehen lassen. Und Christian Marbach (Fraktion UWG-Marbach) sieht die Chance, von vornherein eine richtige, moderne und behindertengerechte Einrichtung zu bauen und nicht „dauernd hinterherzuarbeiten“. Dabei nahm er Bezug auf die „zurechtgeschusterten Anbauten“ beim Montessori-Kinderhaus und beim Jona-Kindergarten. Er freue sich jetzt auf eine Kita aus einem Guss.

Bei weiteren Verzögerungen kein Plan B

Marion Daniel (FDP) wehrte sich gegen die Einschätzungen Marbachs und betonte außerdem, „unsere Kindertagesstätten sind nach neuestem Standard ausgestattet“. An Lange gerichtet stellte sie die Frage: „Gibt es eigentlich einen Plan B, wenn sich alles weiter verzögert?“ Seine Antwort: „Noch nicht.“