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Ausschuss tagt am Dienstag regioVHS könnte nach Rethorn ins Haus Cristina ziehen

Von Thorsten Konkel | 16.11.2015, 16:19 Uhr

Mit dem Umzug der regioVHS-Außenstelle Schierbrok vom Bürgertreff in Schierbrok nach Rethorn in das Haus Cristina wird sich am Dienstag der Ausschuss für Bildung und Kultur auf seiner öffentlichen Sitzung im Rathaussaal befassen.

Auch geht es am Dienstag, 17. November 2015, um höhere Zuschüsse für die regioVHS im kommenden Jahr.

Bürgertreff soll geräumt werden

Die Verwaltung möchte den Mietvertrag für den Bürgertreff in Schierbrok zum 31. Mai 2016 kündigen, um die regioVHS in einem der beiden Gästebauten des im Eigentum des Berufsförderungswerks (BFW) stehenden Hauses Cristina unterzubringen.

Die jetzt ebenfalls noch im Bürgertreff Schierbrok untergebrachte Außenstelle der Gemeindebücherei könnte in die Grundschule Schierbrok verlagert werden.

Umzugskarussell kommt in Gang

Hintergrund dieses Umzugskarussells ist die seit Längerem angedachte Unterbringung von Flüchtlingen in einem Gebäudeteil des Hauses Cristina.

50 Flüchtlinge ins Haus Cristina - oder weniger? Der Landkreis verhandelt mit dem Berufsförderungswerk schon seit Längerem, um dort bis zu 50 Flüchtlinge unterzubringen. Doch in Hinblick auf eine Begrenzung der Anzahl an unterzubringenden Flüchtlinge ist aus wirtschaftlichen Gründen eine zusätzliche Nutzung geboten. Eine mögliche Variante: ein Haus für bis zu 25 Flüchtlinge, das andere Gebäude für die regioVHS. Auch auf Anregung der Anwohner war darum überlegt worden, ob das zweite der beiden Häuser für Zwecke der regioVHS genutzt werden könnte.

Verwaltungsseitig wird dies befürwortet, gerade auch mit Blick auf die dann verringerte Anzahl der dort unterzubringenden Flüchtlinge.

Hartmut Kostens, Marketingleiter des BFW, erklärte am Montag auf dk-Nachfrage zum Stand der Verhandlungen, dass der Landkreis jetzt den vom BFW vorgelegten Mietvertrag prüfe.

Marbach: „Miete ist zu hoch“

Eine langfristige Anmietung des Hauses Cristina hält Christian Marbach wirtschaftlich nicht für sinnvoll und lehnt sie ab. Das erklärte der Ganderkeseer Ratsherr der Fraktion Marbach/UWG am Montag in einem offenen Brief an Landrat Carsten Harings.

Die Kosten für die Unterbringung lägen pro Person deutlich über den vergleichbaren Sätzen für die Anmietung von Wohnraum. Die Kreisverwaltung konnte dazu am Montag keine Stellung beziehen. Sowohl Landrat Harings als auch Sozialdezernent Bodo Bodo waren laut Kreissprecher Oliver Galeotti aufgrund von zahlreichen Außenterminen nicht erreichbar.

Höherer Zuschuss für regioVHS

Auch der Haushaltsansatz 2016 der regioVHS ist am Dienstagabend Thema: Der Gesamtzuschussbedarf soll demnach im kommenden Jahr deutlich von 629.600 Euro (2015) auf 651.400 Euro ansteigen.

So soll allein der Zuschuss für Kulturveranstaltungen und Events um 20.900 Euro anwachsen.