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Ausschuss will Wirtschaftsrat installieren Experten sollen Ganderkesees Wirtschaft beleben

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 16.03.2017, 07:26 Uhr

Brauchen Ganderkesees Ratsgremien Hilfestellung bei der Beurteilung von wirtschaftspolitischen Sachverhalten? Ja, meint die CDU-Fraktion und hat deshalb schon im vergangenen November den Antrag gestellt, einen Wirtschaftsbeirat zu gründen. Auf seiner Sitzung am Donnerstag, ab 18 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses, wird der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen dazu sein Votum abgeben.

Besetzt mit Vertretern der Verwaltung, der örtlichen Wirtschaft, von Einzelhandel, Wirtschaftsverbänden sowie aus örtlichen Geldhäusern, sollen diese rund 20 Experten dem Rat und seinen Ausschüssen im Ringen um die Förderung von heimischem Handel und Gewerbe beratend zur Seite stehen.

Gute Erfahrungen bei Einbindung von Unternehmern

Positiv hatte zuletzt die Verwaltung diesen Antrag der CDU-Ratsmitglieder Ralf Wessel und Stephan Neitzel beurteilt. Bereits mit dem Anfang 2009 geschaffenen Wirtschaftskreis „Zukunft Ganderkesee“ habe man gute Erfahrungen gemacht.

Bessere Verzahnung von Wirtschaft und Verwaltung

Neben einer besseren Verzahnung von Verwaltung und örtlicher Wirtschaft möchte die CDU-Fraktion noch an einer weiteren Stellschraube drehen, um dem örtlichen Gewerbe mehr Schwung zu verleihen. Am letzten Freitag hatte Wessel beantragt, einen Plan zur raschen Umsetzung des bereits im November 2016 vorgestellten Einzelhandelskonzepts zu entwickeln und rasch umzusetzen.

Erweiterung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung

Hintergrund ist die ebenfalls von der CDU geforderte Erweiterung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Rathaus. Die Verwaltung will am Donnerstag die Debatte um den gewünschten „City-Manager“ entzerren, in dem die von der Wirtschaftsförderin und ihrem Team verfolgten Aufgaben und Ziele ebenso benannt werden, wie die vorhandenen Personalkapazitäten.

Denn sowohl aus der Politik als auch aus Kreisen der Kaufleute war der Wirtschaftsförderung immer wieder nahegelegt worden, die Ortskernbelebung endlich sichtbarer anzugehen , da die Gefahr der Verödung des Ortskerns drohe.

In Verzug durch Stau bei derWirtschaftsförderung

Die derzeitige Stellenzuweisung sei zu gering, so der Ausblick auf den am Freitag im Ausschuss vorzustellenden Bericht der Wirtschaftsförderung.

Trotz Mehrarbeit der Mitarbeiter habe es „einen gewissen Rückstand“ bei der Projektbearbeitung gegeben, der auch nur langsam aufgeholt werden könne, räumen die Verantwortlichen ein. Derzeit verfügt die Wirtschaftsförderung formal über 4,37 Vollzeitstellen.

Zentrenmarketing ausbauen

Neben einer Neueinstellung könnte auch die Umorganisation helfen: Würde die Wohnraumförderung, die in keiner Beziehung zu den Kernaufgaben steht, anderswo in der Verwaltung übernommen, könnte eine halbe Stelle insbesondere für das Zentrenmarketing gewonnen werden, lautet der Vorschlag.