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Aussichtsturm in Hohenböken geplant Blick aus luftiger Höhe in die Wesermarsch

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 01.08.2017, 10:42 Uhr

Die Planungen für einen Aussichtsturm in Hohenböken schreiten voran: Am Montag traf sich eine Delegation am Ammerweg an der Stelle, an der der Turm gebaut werden soll.

Drei Kulturlandschaften im Blick, Wallhecken, Marsch und Moor – das wird nach Angaben von Hans-Joachim Wallenhorst, Vorsitzender des Bürgervereins Hohenböken, möglich sein, wenn der Aussichtsturm am Ammerweg fertig ist. Am Montag schaute er sich unter anderem mit weiteren Vereinsmitgliedern und Vertretern der Gemeindeverwaltung den Platz an, auf dem der Turm errichtet werden soll. „Eigentlich hätten wir ihn gerne auf dem Maisfeld an der Ecke Ammerweg/Huder Straße gehabt“, sagte Wallenhorst. Weil aber ein Mindestabstand zur Kreisstraße eingehalten werden müsse, soll der Turm, „das letzte große Projekt im Rahmen der Verbunddorferneuerung“, etwa 50 Meter weiter auf dem Grundstück des Guts Hohenböken entstehen – genau vor den „hohen Buchen“, wie Hohenböken übersetzt heißt.

Mindestens zehn Meter hoch

Der Turm soll auf einer rund 100 Quadratmeter großen Fläche gebaut werden – „ohne Parkplatz und Imbiss, dafür mit Fahrradbügel und Bank“ – und mindestens zehn Meter hoch sein, informierte der Bürgervereinschef. Dann lässt sich beispielsweise auch weit in die Wesermarsch blicken, so Wallenhorst am Montag bei einem Aufstieg mit Hebebühne in luftige Höhe. Gedacht sei an einen „schlanken Turm mit Spindeltreppe, eingebunden in die Natur“, direkt am Radfernweg Bremen-Groningen, wie Gästeführerin Lisa Dirks erläuterte.

Finanzierung durch Gemeinde und Fördertöpfe

Die gute Nachricht für die Hohenbökener: Die Ganderkeseer Politik habe sich bereit erklärt, sich an den Kosten zu beteiligen, so Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Dabei gehe es um knapp 40 Prozent. Etwa 53 Prozent kämen aus EU- und Bundestöpfen nach der sogenannten ZILE-Richtlinie („Zuwendungen zur Integrierten Ländlichen Entwicklung“), erklärte Rebecca Felleckner von der Gemeindeverwaltung. Und es gebe noch eine Leader-Bonus-Förderung in Höhe von ungefähr zehn Prozent.

Planung soll im Spätherbst stehen

Wie teuer das Projekt tatsächlich wird, ist nach Angaben von Wallenhorst und Meyer noch nicht raus. „Wir nehmen derzeit einen Betrag in Höhe von rund 140.000 Euro an“, sagte der Fachbereichsleiter. Die genaue Planung soll im Spätherbst stehen, Ende Juli 2018 könnte der Turm fertig sein. „Wir haben allerdings keinen Zeitdruck, so der Vereinsvorsitzende.