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Auto droht in Fluss zu rutschen Eingeklemmte Fahrerin: Unfall auf spiegelglatter Straße in Hude

Von Thorsten Konkel | 23.01.2016, 12:49 Uhr

Bei einem dramatischen Verkehrsunfall am frühen Samstagmorgen in Hude auf der spiegelglatten Kirchstraße ist die Fahrerin eingeklemmt worden. Ihr zwischen Bäumen hängendes Fahrzeug drohte in einen Fluss abzurutschen.

Um 3.53 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Hude alarmiert. Das Auto war auf glatter Fahrbahn von der Kirchstraße gerutscht und zwischen Bäumen hängen geblieben. „Die Fahrerin des Kleinwagens konnte sich nicht selbst befreien und ihr Fahrzeug drohte in den Fluss Berne zu rutschen“, erläuterte Feuerwehrsprecherin Tanja Konegen-Peters am Samstagvormittag die dramatische Lage.

Schwierige Einsatzlage

Schon die Anfahrt der Einsatzkräfte zum Feuerwehrgerätehaus gestaltete sich schwierig, denn die Straßen im Klosterort glichen in der Nacht zu Samstag Eisbahnen. Als die ersten beiden Feuerwehrfahrzeuge am Unfallort eintrafen, gab es weitere Probleme. Auch das Löschgruppenfahrzeug drohte abzurutschen.

Frau befreit sich selbst

Glücklicherweise hatte die zunächst eingeklemmte Fahrerin in der Zwischenzeit ihr Fahrzeug verlassen können. Sie wurde von der Besatzung eines Rettungswagens betreut. Die junge Frau hatte den Unfall laut der Feuerwehrsprecherin unverletzt überstanden.

Helfer müssen sich selbst helfen

Anschließend musste die Feuerwehr sich selbst helfen: Um das Löschgruppenfahrzeug vor dem Wegrutschen zu bewahren, wurden dessen Reifen mit Keilen blockiert. Doch so konnten die Feuerwehrleute den Einsatzort nicht verlassen. Ein Streuwagen wurde angefordert, um die Kirchstraße abzustreuen.

Auch Streufahrzeug verunglückt

Nach kurzer Zeit traf ein kleines Streufahrzeug am Einsatzort ein. Doch das Fahrzeug rutschte gegen einen weiteren Wagen am Straßenrand und beschädigte ihn. Das Streufahrzeug kam ebenfalls nicht mehr frei. Ein großer Streuwagen machte sich dann ebenfalls auf den Weg zur Kirchstraße. Um zu vermeiden, dass auch dieses Fahrzeug sich festfuhr, griff die Feuerwehr erneut ein. Mit Auffangwannen wurde Streusalz von dem Fahrzeug geholt und die Straße wurde von Hand abgestreut. Erst danach konnten die Feuerwehrleute ihre Fahrzeuge fortbewegen.

Nachdem die Kirchstraße wieder frei war, wurde sie dann nochmals abgestreut um weiteren Unfällen vorzubeugen. Gegen 5 Uhr war der Einsatz für die ausgerückten 14 Feuerwehrkameraden beendet. „Die Polizei war ebenfalls vor Ort und hat sämtliche Unfallschäden aufgenommen“, so Konegen-Peters.