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Autofahrer sollten aufpassen Kröten im Landkreis Oldenburg auf Wanderschaft

Von Thomas Breuer | 20.02.2016, 19:14 Uhr

Die Behörden appellieren eindringlich an alle Autofahrer, in den jetzigen teilweise regenreichen Nächten auf wandernde Erdkröten, Grasfrösche und Lurche Rücksicht zu nehmen.

An Straßenabschnitten, an denen Krötenzäune aufgestellt wurden, sei besonders auf die in den frühen Morgenstunden im dunklen Straßenbereich aktiven Helfer zu achten. Straßenabschnitte, die besonders zahlreich von Kröten und Fröschen überquert werden, sind laut Kreisverwaltung durch Warnschilder gekennzeichnet.

Ihr Ziel sind die Laichgewässer

Vor allem Erdkröten, aber auch Grasfrösche und Molche wandern massenhaft von ihren Winterquartieren zum Laichgewässer, sobald hinreichende Lufttemperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit herrschen. Erfahrungsgemäß setzen die Amphibien-Wanderungen bei Regen und Temperaturen über fünf Grad ein und finden überwiegend zwischen 19 Uhr und Mitternacht statt.

Ausrottung der Bestände soll verhindert werden

Die Kröten sind beim Überqueren von Straßen einerseits durch ihre relativ langsame Fortbewegung gefährdet. Andererseits droht ihnen Ungemach, weil sie eine Schreckstellung einnehmen, sobald sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt werden. „In jedem Frühjahr werden daher einige tausend Amphibien überfahren“, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. „Dies kann bei entsprechendem Verkehr zur Ausrottung eines Bestandes innerhalb weniger Jahre führen.“

Bedeutendste Wanderungsbewegung in Dünsen

Die wohl bedeutendste Amphibien-Wanderung im Landkreis ist alljährlich auf einem Teilstück der Gemeindestraße „Im langen Tal“ nördlich von Dünsen zu beobachten. Bereits seit 1999 wird der betroffene Straßenabschnitt in mehreren Nächten – jeweils zwischen 20 Uhr und 6 Uhr – für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Umleitungen sind vor Ort angegeben.