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AWO und Ortsverein betroffen Schönemoorer Vereine machen Flüchtlingen Platz

Von Thorsten Konkel | 21.10.2015, 20:46 Uhr

Die AWO Schönemoor und der Orts- und Verkehrsverein Schönemoor haben am Mittwochnachmittag ihre Vereinsdomizile im ehemaligen Schönemoorer Verwaltungssitz, der Außenstelle Horst, geräumt.

konk Schönemoor-Horst. „Es ist ein Abschied voller Wehmut, wir haben Tränen in den Augen“, sagte die Schönemoorer AWO-Vorsitzende Ursula Ruhm. Recht emotional haben die AWO-Senioren ihr Vereinsdomizil im ehemaligen Schönemoorer Verwaltungssitz, der Außenstelle Horst, geräumt. Stühle, Tische und Bänke wurden verstaut, nicht Brauchbares wanderte in einen Müllcontainer.

Abschied voller Wehmut

Nach gut 25 Jahren falle der Auszug nicht leicht, beteuerte Ruhm. „Sicher haben wir Verständnis dafür, dass nun Flüchtlinge in dem gemeindeeigenen Haus untergebracht werden, aber ob es die paar Quadratmeter ausmachen, sei dahingestellt. Uns Alten hätte man das Zimmer mit Küche doch lassen können“, sagt Ruhms Stellvertreterin Gertrud Brode.

Wegen des bevorstehenden Umbaus zur Flüchtlingsunterkunft verlor gestern auch der dort bislang ebenfalls ansässige Orts- und Verkehrsverein Schönemoor seine Heimat. „Zähneknirschend“, so der Vorsitzende Harm Ehlers, räume man das Feld

. AWO kommt zunächst in Kirche unter

Im Gegensatz zur AWO, die zunächst für ein Jahr in der Pastorei der St. Katharinen Kirche Unterschlupf erhält, habe sein Verein keinen neuen Treffpunkt in Aussicht, sagte Ehlers.

Hoffnungen, dass sie irgendwann wieder in „ihre“ Außenstelle einziehen können, hegten weder Ruhm noch Ehlers. „Hier kommen wir sicher nie wieder rein“, vermutete Ruhm.