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Bagger und Trecker angerollt Beim THW-Projekt in Bookholzberg geht es endlich weiter

Von Thomas Deeken | 15.01.2008, 16:18 Uhr

Aufatmen beim Technischen Hilfswerk in Bookholzberg: In dieser Woche sind Bagger und Trecker angerollt. Jetzt soll es keine weiteren Verzögerungen beim Neubau geben.

Darauf haben die Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) Hude Bookholzberg monatelang gewartet: Jetzt sind Bagger und Trecker angerollt, damit es mit dem Neubau-Projekt an der Harmenhauser Straße beim Bookholzberger Bahnhof weitergehen kann. Kommentar von THW-Pressesprecherin Britta Kindler vom Landesverband Bremen-Niedersachsen, nachdem es immer wieder zu Verzögerungen gekommen war: „Es tut gut zu sehen, dass dort etwas passiert.“

Im Februar Bodenplatte geplant

Nach Angaben Kindlers werden in der nächsten Zeit Winkelstützwände aufgebaut und die Schmutzwasserleitungen verlagert. Anschließend soll das Gelände mit Sand aufgefüllt werden. Darüber hinaus geht es darum, die nächsten Teile der alten Kraftfahrzeughalle abzureißen. Und falls es die Wetterverhältnisse zulassen, soll im Februar die Bodenplatte gegossen werden, so die THW-Sprecherin, die in Bezug auf das Bookholzberger Projekt „jetzt auch Fortschritte sieht“.

Einzug schon mal für 2017 erhofft

Eigentlich hätte das neue Dienstgebäude mit der größeren Fahrzeughalle sogar schon fertig sein können. So hieß es beispielsweise bei der Jahresabschlussfeier des Ortsverbands Ende November 2015, als THW-Geschäftsführerin Sigrid Fischer aus Bremen die gute Nachricht vom Neubau überbrachte, dass Baubeginn 2016 und Einzug 2017 sein sollte. Anschließend verzögerten sich die Pläne allerdings immer wieder – unter anderem wegen baurechtlicher Vorgaben, wobei es beispielsweise um Brandschutz-Vorschriften und sichere Server-Räume ging. Anfang 2017 hieß es seitens des THW-Landesverbands in Hannover, in der zweiten Hälfte des Jahres könnte es losgehen. Daraus wurde aber wieder nichts. Und Ende November 2017 kündigte Sigrid Fischer fürs Frühjahr 2018 an: „Die Baufahrzeuge werden kommen.“

„Gesetzliche Regelungen Grund für Verzögerungen“

Tatsächlich ging es auch los, sodass Anfang April des vergangenen Jahres mit viel Prominenz der erste Spatenstich für das 1,85-Millionen-Euro-Projekt erfolgen konnte. Sabine Lackner, THW-Landesbeauftragte für Bremen und Niedersachsen, hatte dabei hinsichtlich der langen Wartezeit unter anderem auf veränderte gesetzliche Regelungen fürs nachhaltige und energetische Bauen hingewiesen. Sie erinnerte an den ersten Erkundungsauftrag aus dem Jahr 2010 und prophezeite, dass die Einweihungsfeier für den Bookholzberger Neubau vor der Feier „eines gewissen Flughafens in einer gewissen Stadt“ liegen werde. Und auch die beiden Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und Astrid Grotelüschen (CDU), die das Projekt seit Jahren begleiten, hofften auf eine kurze und störungsfreie Bauzeit. Falsch gehofft, denn im Sommer gab es nach Angaben von THW-Sprecherin Kindler einen Baustillstand, weil ein Zustimmungsverfahren beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Bauen noch nicht abgeschlossen war. Doch jetzt scheint alles geklärt. Als Ziel der Fertigstellung werde wegen der jüngsten Verzögerungen allerdings erst das Ende des dritten Quartals 2020 angepeilt, sagt Klaus Wieting, Bauamtsleiter des Staatlichen Baumanagements Ems-Weser. Beim Spatenstich hatte er noch vom Ende des ersten Quartals gesprochen.

THW ist später Mieter

Das Gebäude wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichtet. Das THW ist anschließend Mieter. Nach dem Abriss der alten Fahrzeughalle soll auf der freigewordenen Fläche und dem benachbarten Grün ein neues, 25 mal zwölf Meter großes Unterkunftsgebäude errichtet werden. Dazu sollen Küche plus Vorratsraum, Werkstatt, Duschen, Umkleiden und Unterrichtsräume sowie ein Raum für Jugendliche gehören. Nach dem Umzug aus dem alten Gebäude folgen nach Angaben des THW der Abriss der alten Unterkunft und der Neubau der Fahrzeughalle, die für den Fuhrpark des Ortsverbandes mit zehn Fahrzeugen einschließlich Anhänger gedacht ist.

Gebäudekomplex wird ein paar Meter verlegt

Im Zuge der Genehmigung hat sich im Übrigen auch etwas an der Planung verändert: Der gesamte Gebäudekomplex wird um etwa drei Meter nach hinten in Richtung Bahnschienen verlegt. So soll die Sicht der Verkehrsteilnehmer beim Überqueren der Straße Zur Rampe erhalten bleiben, erläutert Britta Kindler.