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Baggerarbeiten in Sandkrug Förster schafft Platz für Buchen und Douglasien

Von Dirk Hamm | 06.09.2017, 20:39 Uhr

Mit einem kleinen Bagger sind die Landesforsten jetzt im Barneführer Holz den Traubenkirschen zu Leibe gerückt, die unter den alten Kiefern im Bereich des Auvers-le-Hamon-Platzes und des Dünenlehrpfades in Sandkrug wachsen.

Nach Angaben von Karl-Heinz Pelster von der Revierförsterei Sandkrug wurde der Eingriff notwendig, um dort im Herbst Buchen und Douglasien pflanzen zu können. „Die aufwendige Wiederbewaldung der Dünensande war damals nur mit der Kiefer möglich. Nun ist es an der Zeit, den alten Kiefernwald mit der Pflanzung von Buchen und Douglasien zu einem naturnäheren, gemischten Wald weiterzuentwickeln“, erläutert Pelster.

Pionierarbeit der Förster vor 200 Jahren

Wegen des nährstoffarmen Sandbodens sehe man den Kiefern ihr hohes Alter und ihre lange Geschichte nicht an. Der Förster spricht von „Pionierarbeit“, die seine Vorgänger bei der Bepflanzung der Düne vor fast 200 Jahren vollbracht haben. In aufwendigen Verfahren sei jede einzelne Kiefer auf die dicht mit Plaggen belegte Düne gepflanzt worden.

Kiefernbestand im Winter durchforstet

Im vergangenen Winter hat Pelster den Kiefernbestand durchforstet, „fast etwas demütig“, wie er sagt. Dabei beließ er jedoch Birken und Eichen, die sich natürlich angesamt hatten. So schaffte er mehr Licht für die Buchen und Douglasien, die den Wald zukünftig vielfältiger, stabiler und ertragreicher machen sollen.

Traubenkirschen im Auge behalten

Die aus Nordamerika eingeführten Traubenkirschen allerdings würden das Wachstum der jungen Buchen und Douglasien behindern, ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe nehmen, erklärt Pelster. Mit dem Spezialbagger wurden sie jetzt abgeschnitten. In den Folgejahren will der Förster die Traubenkirschen, die sich rasant vermehren, genau im Auge behalten: Wachsen sie schneller als die jungen Setzlinge, müssen sie zurückgeschnitten werden.

Douglasien und Buchen machen das Rennen

Langfristig aber, da ist sich Pelster sicher, werden die Douglasien und Buchen das Rennen machen und die Traubenkirsche überholen. An dem dann vielfältigen Wald werden sich seine Nachfolger und die Sandkruger Bürger erfreuen können.