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Bald Breitensport am Schlutterweg Ganderkeseer Tennisverein will auch Fußball anbieten

Von Thorsten Konkel | 09.06.2015, 14:33 Uhr

Auch abseits des „weißen Sports“ sollen Angebote für alle Altersgruppen künftig zusätzliche Gäste auf die Tennisanlage des GTV an den Schlutterweg locken.

Um Unterstützung für ein umfassendes Konzept, um dem Ganderkeseer Tennisverein (GTV) langfristig existenzsichernde Strukturen zu geben, hat der seit März amtierende neue GTV-Vorstand um Alexandra Wessel und Patrick Jersch am Montagabend bei der Ganderkeseer SPD-Fraktion geworben. Auch abseits des „weißen Sports“ sollen Angebote für alle Altersgruppen künftig zusätzliche Gäste an den Schlutterweg locken.

Neue Ideen gegen den Mitgliederschwund

In den meisten Clubs nehme die Mitgliederzahl ab. Mit neuen Ideen könne dem aber entgegengewirkt und die Anlage wieder gefüllt werden, so der Spielertrainer und 2. Vorsitzende Jersch.

Indoor-Soccer und Kleinfeldfußball

Zwei Kleinfußballfelder könnten aus einer Rasenfläche und einem der zehn Tennisplätze entstehen. Auch eine der drei Hallen-Plätze ließe sich für „Indoor-Soccer“ umbauen. Eine Kegelbahn, eine Bowlingbahn so wie weitere Räume ließen sich nach Renovierung neu nutzen.

Belebung fürs Vereinslokal

„Hier wären ein Billardtisch und eine Dartscheibe denkbar“, erklärte die 1. Vorsitzende Wessel bei einem Rundgang durch den Keller des Bistros. So würde auch das Vereinslokal von zusätzlichem Lauf profitieren. „Totgesagte leben länger“, beteuerte Jersch angesichts früherer Erweiterungspläne des Ganderkeseer GaLa-Bauers Volker Kreye.

GTV langfrisitig am Schlutterweg

Der GTV hat seine Anlage am Schlutterweg direkt neben dem früheren Sitz des GaLa-Bauers an der Wagnerstraße. Kreyes Erweiterung vor Ort hätte wohl das Aus für den GTV bedeutet. Die Spekulationen darum hätten dem GTV geschadet, erklärte er. Noch rechtzeitig hatte die Politik 2013 den Weg für die Umsiedlung Kreyes an die Westtangente freigemacht.

Wieder mehr Mitglieder

„Die Mitgliederzahlen steigen wieder, derzeit haben wir 250 Aktive, Hundert davon Kinder“, betonte er. Doch die Finanzdecke sei zu dünn, um den erheblichen Investitionsstau zu bekämpfen.

Riesiger Investitionsstau

In die über 40 Jahre alte und rund zwei Hektar große Anlage mit energiefressender Halle und Vereinsgebäude sei über Jahrzehnte nicht mehr investiert worden. Dafür komme Eigentümer Christian Weyhausen den Sportlern bei der Pacht entgegen. Die könne der Verein nicht vollständig zahlen: „Weyhausen ist ein sehr gütiger Verpächter“, sagte Jersch. In Eigenleistung und mit einer Sponsorensuche strebt der Verein nun die baulichen Veränderungen an. Kostenvoranschläge würden eingeholt. Den finanziellen Bedarf will der GTV am 30. Juni der SPD präsentieren. Deren größtes Manko für eine öffentliche Förderung: Die Anlage ist im Privatbesitz.

Kauf der Anlage soll überdacht werden

Der geforderte Kaufpreis übersteige die Möglichkeiten, räumte Wessel ein. „Wir werden das mit den Mitgliedern intensiver besprechen“, kündigte sie an.