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Bauen auch im Außenbereich möglich Auch in den Ganderkeseer Dörfern werden Bauwillige fündig

Von Thomas Deeken | 16.10.2018, 11:33 Uhr

Südlich der Oldenburger Straße in Ganderkesee, Bargup in Bookholzberg, Schierbroker Mühlenweg und möglicherweise auch am Heuweg in Heide: In Ganderkesee wird jede Menge Bauland angeboten. Aber nicht nur in den Siedlungsschwerpunkten gibt es Grundstücke, auch in den Dörfern können Bauwillige fündig werden.

Nicht nur in den Siedlungsschwerpunkten Ganderkesee, Bookholzberg und Heide/Schierbrok sorgt die Gemeinde für ausreichend Bauland. Auch in den Dörfern finden Bauwillige immer wieder Möglichkeiten, ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Allerdings kann nicht jeder Grundstückseigentümer seine Flächen so einfach als Bauland anbieten. Denn auch in Ganderkesee ist Bauen nicht überall erlaubt.

Vier Außenbereiche

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich Grundstückseigentümer zuvor von der Gemeinde oder vom Landkreis beraten lassen, ob auf ihrem Fleckchen Erde, das sie verkaufen wollen, neue Häuser gebaut werden dürfen, sagt Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Da gibt es beispielsweise vier Außenbereiche, für die die Politik besondere Satzungen mit der Genehmigung zum Bauen aufgestellt hat – an der Elmeloher Straße in Kreiselnähe, in Grüppenbühren gegenüber von Netto, an der Dorfstraße in Hohenböken und seit Kurzem auch im Bereich Im Fladder/Im Kronenschlatt in Immer. Der Grund für diese Ausnahmen: Laut Baugesetzbuch dürfen im Außenbereich beispielsweise nur Landwirte, Forstwirtschaftler oder Energieversorger bauen. Oder diejenigen, die dort schon wohnen und zum Beispiel einen Anbau, aber kein neues Haus planen. Sei eine Splittersiedlung zu befürchten und gebe es keine deutlichen Hinweise zum Bauen im Flächennutzungsplan, werde keine Baugenehmigung erteilt, weiß der Fachbereichsleiter.

Im Plan durch ein großes W gekennzeichnet

Allerdings gibt es solche, bereits vor Jahrzehnten festgelegten Bauflächendarstellungen durchaus in einigen Bereichen der Gemeinde – zum Beispiel an der Schönemoorer Dorfstraße rechts und links des Kindergartens, im Plan durch ein großes W gekennzeichnet. Weitere Bereiche finden sich laut Meyer unter anderem auch in Falkenburg. Dort ist ebenfalls Bauen möglich.

Bauen im bereits vorhandenen Dorf

Darüber hinaus gibt es nach Angaben des Fachbereichsleiters auch die Möglichkeit, im bereits vorhandenen Dorf zu bauen – aber nur, wenn das Bauen auch durch eine sogenannte Innenbereichssatzung geregelt ist. Deshalb dürfe beispielsweise auch – wie derzeit zu sehen – an der Havekoster Straße in Havekost gebaut werden. An rund 30 weiteren Stellen gebe es ebenfalls eine solche Regelung, schätzt Meyer, der aufgrund der nicht gerade leicht zu überschaubaren Situation empfiehlt: erst informieren und dann verkaufen.