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Baugebiet im Ganderkeseer Norden Ganderkesee wächst nach Norden

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 13.02.2016, 09:03 Uhr

Ackerland hinter dem Fliesenhof Oldenburger Straße in Ganderkesee soll Bauland werden. Es rundet die Bebauung am Nordrand des Orts ab.

Im Ganderkeseer Rathaus sind weitere Vorbereitungen angelaufen, den Kernort der Gemeinde näher an die Oldenburger Straße heranwachsen zu lassen. Mit großer Mehrheit hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung grünes Licht für einen Bebauungsplan für 2,3 Hektar bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche gegeben. Sie liegt nördlich des Albert-Schweitzer-Wegs zwischen der Grüppenbührener Straße und dem Brüninger Weg und ist schon von drei Seiten von bebauten Grundstücken umschlossen.

Sozialer Wohnungsbau möglich

Die Fläche bietet laut Peter Meyer, dem Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, die Chance, dem fraktionsübergreifenden Interesse der Politik zu folgen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Wir haben mit dem Investor über ein Mehrfamilienhaus gesprochen, auch über sozialen Wohnungsbau. Die Bereitschaft ist da“, so Meyer. Er warnte allerdings davor, mit einer starren Zahl ins Bauleitverfahren zu gehen, nachdem Reinhold Schütte (Grüne) 20 Prozent Wohnbau gefordert hatte. „Wenn das Mehrfamilienhaus gebaut wird, dann mitten im Gebiet und nicht am Rand. Wir haben gelernt, dass sonst Nachbarschaftskonflikte wahrscheinlicher sind“, so Meyer.

Norden des Orts im Fokus

Die Fläche für den Wohnbau ist die zweite am Nordrand des Orts Ganderkesee innerhalb dreier Monate, für die die Gemeinde Planungen angeschoben hat. Ein paar hundert Meter weiter östlich, am Ramsauer Weg, geht es um eine wesentlich größere Fläche. Hier will die Gemeinde neben Wohnbauten auch eine dringend erforderliche neue Kindertagesstätte errichten lassen.

Alternativstandort für Kindergarten

Weil die Flächen am Ramsauer Weg mehreren Eigentümern gehören und die Verhandlungen nicht so zügig vorankommen wie erhofft, schlägt Fraktionschef Werner Brakmann für die SPD im Gemeinderat vor, den Kindergarten notfalls ins Gebiet westlich des Brüninger Wegs zu planen. „Es ist wichtig, dass wir diese Alternative haben, wenn es am Ramsauer Weg nicht rechtzeitig klappt“, betont SPD-Ratsfrau Christel Zießler.